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Das Edelschaf in allen seinen Beziehungen : als Schlußstein dessen, was der Verfasser bereits über veredelte Schafzucht geschrieben / von J. G. Elsner
Entstehung
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Zweites Capitel. Die Wolle. A. Ihr Weſen und ihre Beſchaffenheit.

Chemiſch zerſetzt iſt ſie eine hornartige Subſtanz, wovon auch ſchon der Geruch bei ihrer Verbrennung Zeugniß gibt. Der Zweck der Natur, um deſſent⸗ willen ſie dieſelbe hervorbringt, iſt die Bedeckung der Thiere, um ſie gegen die Anfaͤlle der Witterung zu ſchuͤtzen. Sonach erfuͤllt ſie denſelben Zweck wie die Haare, mit denen ſie auch in genaueſter Verwandt⸗ ſchaft ſteht. Die deutſche Sprache hat fuͤr jede einzelne Art derſelben keinen andern Ausdruck als: Haar, und alle andern Namen, die man dem Woll⸗ haare hat geben wollen, wie z. B. Faden, Faſer u. dgl., ſind unpaſſend, weil ſie einen andern Begriff bezeichnen. Ueber die Bildung der Wollhaare hat man fortwaͤhrend falſche Vorſtellungen genaͤhrt, in dem man analog mit den Hoͤrnern der Widder und Schafe annahm, es ſey das Wollhaar eine Roͤhre, deren Waͤnde mehr oder weniger dick und ſproͤde, auch darum mehr oder weniger fein und geſchmeidig ſeyen. Erſt neuerlich haben genaue mitkroſkopiſche Unterſuchungen, bei denen ſich Herr Cord in Prag ein beſonderes Verdienſt erworben hat, dargethan, daß jedes Wollhaar aus lauter trichterfoͤrmigen Thei⸗ len zuſammengeſetzt iſt, die gleichſam in einander

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