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der Moͤglichkeit, und es iſt in ihm das Ziel fuͤr die rationelle Schafzucht geſteckt.
Bis zu dieſem Ziel iſt aber eine lange Stufen— leiter zu ſteigen. Es fraͤgt ſich nun vor allen Din— gen: wann kann man ein Schaf in den Rang der Merinos, d. i. der Edelſchafe, eintreten laſſen? Von Rechtswegen und dem ſtrengen Wortbegriffe nach muͤßte keins dieſen Rang einnehmen duͤrfen, wel— ches nicht ſeine edle Abſtammung nachweiſen koͤnnte. Nur fruͤg' ſich dabei aufs neue, nach welchen Ge— ſetzen ein Kampfgericht zu entſcheiden haͤtte. Spre— chen wir von Merinos, ſo denken wir ſogleich an Spanien; und es muͤßten alſo die Schafe, welche als ſolche gelten ſollten, entweder direct aus Spa⸗ nien ſtammen, oder ihre Abkunft von ſolchen nach— weiſen koͤnnen. Nun aber wiſſen wir, daß Deutſch⸗ land in der Erzeugung hochedler Wolle ſchon laͤngſt
Spanien den Rang abgelaufen hat, und daß die
Wollkaͤufer wenig darnach fragen, woher die Schafe ſtammen, oder welchen Namen wir ihnen beilegen, von denen wir ihnen die Wolle anbieten. Demzu—
folge iſt der Name Edelſchaf bei weitem bezeichnen-,
der, weil man ihn nur einem ſolchen Thiere bei—
legen kann, welches wirklich und anerkannt edle,
Wolle traͤgt. Von dieſem Geſichtspunkt ausgehend, und den Namen Edelſchaf paſſend an die Stelle von Merino ſetzend, werden wir auch einen richtigern Begriff mit dergleichen Thieren verbinden, und ich beſcheide mich inſofern gern, das deutſche Edelſchaf,


