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edelſte Wolle traͤgt, auch als Ideal in ſeiner Art gelten kann. Jedem tuͤchtigen und erfahrenen ra⸗ tionellen Schafzuͤchter ſchwebt ein ſolches in der Idee vor, indem er ihm da alle jene Eigenſchaften zulegt, die ein Ideal haben muß. Ob es aber be⸗ reits in die Wirklichkeit uͤbergetragen ſey, das ſteht in Frage. Einzelne dergleichen Exemplare duͤrften jedoch in ſehr edlen Heerden zu finden ſeyn. Sie
ſind es auch wirklich, wie ich ſelbſt, der ich eine
ſo unendliche Zahl von Merinos geſehen und ge⸗ nauer gepruͤft habe, deren geſehen und vor dem Richterſtuhl der ſtrengſten Kritik als probehaltig be— funden habe. Ein ſolches Ideal muß die eben ge— nannte alleredelſte Wolle(die wir im zweiten Capitel kennen lernen werden) tragen, es muß ſie in der moͤg⸗
lich groͤßten Menge tragen, es muß ſeine guten
Eigenſchaften moͤglichſt treu auf ſeine Nachkommen vererben, und es muß zugleich kraͤftig und verhaͤlt— nißmaͤßig von großer Koͤrperſtatur ſeyn. Ich habe ſchon anderwaͤrts von einem derartigen Ideal ge⸗ ſprochen, aber noch nie alle die Vollkommenheiten, die ihm innewohnen muͤſſen, ſo genau angegeben, indem ich erſt durch immer mehr geſammelte Er— fahrungen hiezu voͤllig in Stand geſetzt werden konnte. Ein ſolches Schaf kann man das edelſte unter den edlen nennen.— Heerdenweiſe iſt es freilich noch nicht zu finden, auch duͤrfte die Zeit wohl noch fern ſeyn, wo ſolches ſtattfinden koͤnnte. Deßhalb aber liegt dieß nicht außer den Graͤnzen


