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Das Edelschaf in allen seinen Beziehungen : als Schlußstein dessen, was der Verfasser bereits über veredelte Schafzucht geschrieben / von J. G. Elsner
Entstehung
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Veredlung ſprechen wir ihm zu. Bei dem Schafe iſt es alſo die Wolle, an welche wir dieſe Forderung ſtellen, indem durch die aus ihr gefertig ten Stoffe den eben ausgeſprochenen Forderungen genuͤgt wird. Was indeß die dritte, den Nutzen, an⸗ langt, ſo kommt auch ſein Koͤrper, wegen des Flei ſches, mit in Betrachtung. Daß auch dieſer bei der Veredlung nicht außer Acht gelaſſen werden duͤrfe, das werde ich im Verlaufe dieſes meines Vortrages noch Gelegenheit haben geltend zu machen.

Das Schaf iſt das Feld, auf welchem die Wolle erbaut wird. Je groͤßer und cultivirter dasſelbe iſt, um ſo reichlicher und vorzuͤglicher iſt die Frucht. Beide Punkte muͤſſen bei der Veredlung im Auge behalten werden. Die Ausdehnung des Feldes iſt durch die Groͤße des Schafes bedingt, und die Cul tur liegt in der fortgeſetzten Conſequenz bei der Zuͤchtung. Menge und Guͤte der Wolle iſt ihre Aufgabe. So viel nun auch ſchon uͤber beides ge⸗ ſagt und geſchrieben worden iſt, und ſo ſehr ich auch ſelbſt ſchon zur Vermehrung dieſer Menge bei⸗ getragen habe, ſo iſt dennoch der Gegenſtand, ſo einfach er, oberflaͤchlich betrachtet, auch erſcheint, faſt unerſchoͤpflich, und er bietet immer noch neue Seiten der Auffaſſung dar. Da das vorliegende Werkchen gleichſam der Schlußſtein werden ſoll zu dem, was ich bereits uͤber dieſen Gegenſtand ge⸗ ſchrieben habe, ſo will ich in demſelben alles das vortragen, was als Ergaͤnzung fuͤr das Fruͤhere