Schaufeln und Hauen.
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Fig. 1. Eine Schaufel mit hölzerner und eiſerner Klinge, Man bedient ſich der- ſelben in mehreren Departementen von Frankreid). Der Theil der Klinge, welcher von Holz iſt, bildet mit der Handhabe nur Cin Stü>, Er fügt ſich am Ende in eine an der Klinge angebrachte Höhlung ein, und die obern Seiten der leztern werden mit Nägeln an den Anfang der Handhabe anbefeſtigt. Dieſe iſt 70 Decim. lang 3; die Klinge iſt 22 Centim, breit. Der hölzerne Theil iſt 2 Centim. di>.
Tim. 2.- Schaufel"wit Rippen aus Belgien, Die von oben bis an die Spitze 35 Centim. lange, und 24 Centim, breite Klinge wird von einer kleinen hafenförmigen Hervorragung, von S Centim. Länge, zurückgehalten. Wegen der an- gebrachten Ripven kann das Ciſen der Klinge düns ner ſeyn, ohne dadurch der Feſtigkeit zu ſchaden. Bei der Fabrikation erhält die Klinge eine Krummung, und man läßt auf den Seiten und gezen die Hand: habe hin fleine Ränder, wodurch ſie eine größere Menge Erde faſſen kann.
Fig. 3. Gabeln zum Umgraben. Man bedient ſich dieſer Gabeln im Biscayiſchen zum Um- graben der Felder. Die Handhabe iſt 14 Meter lang, und wird in ein Hohleiſen eingeſc<oben, das durä) die RE von einem der Zähne der Gabel ſich ſchließt. Dieſer Zahn verbindet ſich mit dem zweiten Zahn durch einen winkelmaßartigen Steg, welcher dem Fuß des Arbeiters als Aufſtüßung dient. Die Zähne ſind 40 Centim. lang. Man ſieht auf den Feldern vou Biscaya 19--20 Arbeiter, de in gleicher Linie die Erde mit dieſen Gabeln umarbei- ten. Sie ſtellen ſie vertikal auf, ſeßen einen Fuß auf die Gabel links, und hierauf den andern Fuß, auf die Gabel rec<ts, und ſtechen ſie nun durch Hin- und Herſchwanken darauf in die Erde; endlich ſteigen ſie herab, und wühlen nun die Erde durd) das Zurückziehen der Handhabe um,
Fig. 4- Cine gewöhnliche Schaufel. Man bedient ſich derſelben in der Gegend von Paris.
Fig. 5. Dreie>ige Schaufel. Man be- dient ſich derſelben in Jtalien bei ſehr thonigem Boden. Die Klinge iſt 32. Centim. lang, auf 25 Ceitim. in ihrer größten Breite.“Die Handhabe, von 14 Decim, Länge, iſt mit einem 14 Decim,
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langen Fußtritt verſehen, wodurch) man die Schau- fel tiefer in die Erde ſenken kann. Sie iſt vorzüge- lich tauglich zur Aushöhlung tiefer Wäſſerungsrinnen,
Fig. 6. Schaufel mit doppelter Klinge an ihrem vbern Theil, Die mit einem Hand- griff an ihrem Ende verſehene Handhabe ſenkt ſich mit ihrem andern Ende in eine Höhlung der Klinge, und befeſtigt ſic) an dieſer durch zwei zungenartige Hervorragungen, die durc<< eine Verlängerung dieſer Klinge gebildet ſind. Die leztere hat 39 Centim. Länge auf 12 Breite, Die Handhabe iſt einen Meter lang. Man bedient ſich derſelben zum Umgraben der Erde, und zum Swingen des Getreides, Daher ertheilt man ihr auch eine gekrümmte etwas concave Form.
Fig. 7- Cine Schaufel in Form einer Schuüppe. Dieß iſt eine gewöhnliche hölzerne Schüppe, an deren Ende ein ſtarkes Schwarzblech angefügt wird, das von beiden Seiten das Ende der Shüppe umfaßt. Dieſe Klinge hat 11 Centim. Höhe, auf 22 Breite. Die in eine Krücke von der Länge von 14 Centim. ausgehende Handhabe iſt 70 Gentim. lang, Dieß iſt ein vorzüglich paſſendes Inſtrument zum Umſchaufeln von Getreide, Crcde, Sand u. ſ. w. Man bedient ſich deſſelben in Belgien.
Fig. 3. Schaufel mit offener Klinge an ihrem obern Theil. Die 8 Decim. lange Handhabe, die an ihrem untern Ende ſchaufelartig zugeſchnitten iſt, geht in die obere Abtheilung der
Klinge über, wie durc) die punktirte Linie ange? deutet iſt, Dieſe Klinge iſt 23 Centim. lang, und 18 breit, Sie geht in eine zungenartige Verlän- gerung aus, die gegen die Handhabe angenagelt wird. Man bedient ſich derſelben in Languedoc.
Fig. 99 Schaufel zum Abheben von Raſen, Man bedient ſich derſelben im Canton Glarus, Die, wie in der Figur A zu ſehen iſt, etwas knieföormig umgebogene Klinge iſt 21 Centim, breit, und 23 lang. Die 28 Centim. lange Tille nimmt eine 12 Decim. lange Handhabe auf; der obere Handgriff iſt 5 Decim, lanz.
Fig. 10. Gabel mit dreiplattenZähnen, Man bedient ſich derſelben in Catalonien zum Um- graben eines thonigen Bodens. Durch dieſe Form hat ſie einen Vortheil vor den Gabeln mit runden
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