Teil eines Werkes 
Erster Band (1821) [Erster Band]
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He>en und Mauern.

Gene

Fig. I« Verzäunung mit gekreuzten ab- hängigen Pfählen. Sie iſt wegen der ſie zu- ſammenſetzenden Pfähle, die in der Erde feſtſte>en, und feſt aneinander ſchließen, ſehr dauerhaft. Man bedient ſich ihrer in mehreren Schweizer- Kantonen.

Fig. 2» Verzäunung mit geknüpften und gabelförmigen Pfählen. Sie beſteht aus Pfählen, die ſich kreuzen, und lange hölzerne Pfeiler feſthalten. Der untere Theil iſt gleichfalls mit gabelförmigen Abſte>pfählen beſezt, welche die

2 wehte

Fig. 1. Verzäunung mit Steinplatten, Sie ſind im Chamounithal im Gebrauch, und ſo auch an einigen andern Orten, wo man große Schieferplat- ten, beſonders auch Sandſteinſchiefer findet, die leicht aus den Steinbrüchen zu fördern ſind. Man pflanzt ſie einige Decimeter tief in die Erde, und läſſt ſie aneinander anſchließen, ſo daß ſie einen Metre, oder noh etwas mehr über die Erde hervorragen. Die Breite derſelben iſt 4= 8 Decim, Sie werden durc ihre lange Dauer ſehr nützlich.

Fig. pfeilern. Man ſtellt dieſe Pfeiler, wenn ſie ge- hauen ſind, in einer Höhe von 12= 13 Decim., ohne den in die Erde eingeſenkten Theil zu rechnen, in einer Breite vdn 28 Centim,, und in einer Dicke von 13 auf, Man bohrt an dem obern Theil der-

2.

Verzäunung mit Sandſtein-,

SINE Tele

Pfeiler unterſtüßen, und Schuß gegen das Eindrin- gen ſchädlicher größerer Thiere gewähren.

Fig. 3. Verzäunung mit gefreuzten Pfählen und einfachen Ouerſtüken. Sie iſt aus dem Grunde vortheilhaſt, weil ſie nur we- nig Holz erfordert, und leicht und ſchnell zu ver- fertigen iſt. In der Schweiz iſt ſie ſehr gewöhn» lic, und dient beſonders zur Abtheilung ſolcher Ländereyen, die man zur Abweidung von Kühen und Ochſen beſtimmt.

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ſelben ein Lo< durc<, und zieht durch daſſelbe die Holzſtüke, welche zur Abhaltung größerer Thiere dienen. Dieſe Art iſt im Toskaniſchen gebräuchlich,

Verzäunung mit ſieinernen Pfeilern. Jede Steinart von einiger Feſtigkeit dient zu einer ſolchen Verzäunung«. Indeſſen ver- dient immer der Sandſtein, wegen der Leichtigkeit ihn in lange und ſchmälere Formen zu behauen, vor andern den Vorzug. Nach Einſeßung dieſer Pfeiler in die Erde, werden ſie an ihrem obern Ende mit ei- nem eiſernen Gelenk verſehen, das die beyden Enden der Ouerhölzer aufnimmt, die mittelſt einer Schrau- be, die ſie gegen die Pfeiler drü>t, ſtark und feſt mit einander verbunden werden. Man trifft dieſe

Fig. 3-

Art von Verzäunung im Kanton Baſel.