Teil eines Werkes 
Erste Fortsetzung (1820)
Entstehung
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Ein noch ſo gut gedüngtes Feld/hat nie den Werth eines geruhten AFers in alter Kaſt: Der friſche Dün- ger wirkt beim Getraidebau mehr auf das Stroh und bewirkt oft Lagergetraide. Eine. ungeſchi>te Fruchtfol- ge erſchöpft ſehr bald die Kräfte des Dungers, oder ver- eitelt deſſen Wirkung. Ein gerühter Aer hingegen in alter Kraft gewahrt einen weit vorzüglicheren Erttag au Körnern und bietet mehrere Jahre lang der erſchbpfend- ſten Fruchtfolge Troß.;:

Wie unbenußt gehen aber jekt dieſe Krafte für die Meuſchen verlohren, da Holz- und Feldfrüchte nur immer auf ein und demſelben Boden erzwungen werden

ſ ollen.

Wie wohl würde der Landwirth mit ſeinem Dun-, ger ausreichen, wenn er Ruhe und alte Kraft in Verbin- dung wirken laſſen könnte. Welcher Ertrag müßte erz folgen, wenn Holz auf cultivirtem AFerlande und. Feld- früchte auf geruhtem Holzboden in Wechſel erzeugt wür- ven. Wie unbedenklich könnte hier das Aerland ver- größert werden, wo der Ertrag in gleichem Verhältniſſe) ſich mehrte und Erſchöpfung nicht;zu fürchten wäre. Wie leicht könnten auf dieſe Weiſe und ſo allmählig Urbare machungen im Großen ausgeführt werden, die ſonſt nar mit vielen Koſten und, bey den meiſten Bodenarten, mit ſehr großer Gefahr unternommen werden können.== Wie ſehr. würde endlich eine ſolche AFervergrößerung; die öfters zum Aushau der Höfe ins Mittel der Be«-