5) Die Abwechſelung mit den Gewächſen gewährt beſſere Erndten. Da unſere Lehre auf dieſe drei Säße gebaquet were den ſoll, ſo müſſen ſie zuvörderſt bewieſen werden. Der erſte bedarf jedoch keines Beweiſes, weil es wohl niemand einfallen wird, ihn zu bezweifeln. Wir beſchränken uns daher auf den zweiten und dritten.
Beweis des zweiten Saßes:
Schon die Feld- und Gartenfrüchte geben ſc<keche tere Erndten bei zu engem Stande, wiewohl ſie durch zu dichte Stellung ſelten bis zum gänzlichen Verderben gebracht werden, wie die Waldbäume; weil die Felds und Gartenfrüchte nicht ſehr groß werden, ſich daher auc<4 mit wenig Raum begnügen und nicht einmal ein Jahr zu ihrem Wachsthum gebrauchen. Ganz anders iſt das bei den Waldbäumen. Der Unterſchied der Grd2 ße von der einjährigen Tanne bis zur ausgewachſenen iſt unermeßlic, und die Wachsthumzeit erſtre>t ſich auf Jahrhunderte. Viele tauſend Holzſtämmchen finden ſich in unſern gewöhnlichen Wäldern auf einem Raume, der nur einen einzigen Baum. zu ernähren vermag. Dieſe galle leiden durch) den zu dichten Stand im Wachsthume. Sie entziehen einander nicht nur Nahrung, Luft und Sonne, ſondern hindern ſic) auch zu gleicher Zeit an Entwickelung der Wurzel und Zweige. Cs entſicht ein unausgeſeßter Kampf zwiſchen den gedrängten Stämmen, der allen höchſt nachtheilig iſt.
Der Stamm, welcher im 2oſien Jahre ſeinen


