Teil eines Werkes 
Zweite Fortsetzung (1822)
Entstehung
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Nutzen einzuführen iſt, ſo fehlt es auch hierikn nicht an"Beiſpielen. In dem Preußiſchem Litthauen,'einex Provinz, welche im Ganzen Ueberfluß an Holz hat, befindet ſich ein bedeutender Landſtrich von vortrefflichem Boden, in den? durc) wachſende Kultur das Holz" ei: nen ſehr hohen Preis erlangt hat und die Wälder längſt unter das Minimum beſchränkt ſind. Nur wenige un- bedeutende Staatsforſten liegen in dieſem Landſtrich und troß des Holzüberfluſſes der Provinz iſt hier doch die Holznoth ſo groß, daß die Unterthauen, obgleich ſie es wiſſen, daß ſie durch die gutbeſetzten Poſien nicht"durchkommen können, und obgleich) ſie das des fraudirte Holz über" 4 fach bezahlen müſſen, doch zue Defraudation ihre Zuflucht nehmen und wenn ſie mit dem geſiohlnen Holze aus dem Walde fahren, ſelbſt den Förſter rufen und fich als Defraudanten notiren laſſen. Schwerlich wird es nach dem Vorſchlage des Herrn Pfeil einem Staatswirth einfallen, zur Abhülfe dieſer Holznoth, diefen Landſtrich durch Kanäle mir den Gegenden des Ueberfluſſes' in Verbindung zu ſeßen;

oder in ihrem, im Herbſt Winter und Frühjahr beina-

he unfahrbarem, Boden zu dieſem Behuf Chauſſee anzulegen, wenn gleich der Zeitpunkt nicht mehr fern iſt, wo der Mangel*an Holz, in dieſem kalten Kli- ma, dieſen Landſtrich zu Rückſchritten in der Kultur zwingen dürfte, wenn nicht bald dem Mangel an Holz begegnet wird, welches mit den wenigſten Aufopferun- gen gewiß nur durch die Einführung der Baumfelds wirthſchaft geſchehen kann.