Druckschrift 
Flotbeck und dessen diesjährige Bestellung, mit Hinsicht auf die durch dieselbe beabsichtigten Erfahrungen : ein Wegweiser für die landwirthschaftlichen Besucher desselben mit angehängten Flotbecker Garten-Versuchen im Jahre 1821 / vom Freyherrn von Voght
Entstehung
Einzelbild herunterladen

9

Rapſaat, die in naſſen Jahren ſehr leiden. Krume 6 bis 8 Zoll.(Iſt 1822 auf 12 Zoll gebracht.)

Dritte Klaſſe, leichter Boden; vernachlaͤſſigt; gar wenig Reichthum; zerfaͤllt in zwei Abtheilungen:

A. trockner Sandboden; verarmt; tief wegliegende Un⸗ terlage von Lehm, dann 2 bis 10 Fuß ſtark, 3 bis 6 Zoll Ackerkrume ohne Retentionskraft fuͤr Waſſer; er⸗ fordert wenig Arbeit, nur viel Sorge fuͤr Erhaltung der Feuchtigkeit. Queck, Triticum repens; Ackerrettig, Raphanus raphanistrum; Acker⸗Kamillen, Anthemis arven- sis; kleiner Sauerampfer, Rumex acetosella; Vogelknoͤte⸗ rich oder Wegetritt, Polygonum ariculare; jaͤhrlicher Knaul, Sceleranthus annuus; Feldvergißmeinnicht, Myosotis Lap- pula und Apula; Hungerbluͤmchen, Draba verna; Schaf garbe, Achillea millefolium; wilder Spoͤrgel, Spergula arvensis und Pentandra ſind die hauptſaͤchlichſten Unkraͤu⸗ ter. Er zerfaͤllt in zwei Unterabtheilungen;

Erſte Unterabtheilung mit einer geringen Miſchung von Thon⸗Erde, etwa 9 bis 10 pCt. Thon, 76 82 groben Sand,

6 z feinen Sand, 1 2*¹ Kalch, 3 ½ 5 Humus,

enthaltend 6 Zoll Ackerkrume; die lehmigte Unterlage nur 2 bis 3 Fuß unter der Oberflaͤche guter Kartoffel⸗ boden in naſſen Jahren: in trocknen Jahren bleiben ſie klein eigentlicher, ſicherer Rockenboden; minder tauglich fuͤr Hafer; gut fuͤr Erbſen, Buchwaitzen; Klee, der nur bei regnigter Witterung aufgeht, bleibt niedrig, aber der Saame reift, welches in den Feldern der beiden Erſten Klaſſen ſelten der Fall iſt; vertraͤgt wenig Duͤnger; verlangt ihn oft und bezahlt ihn ſelten.

2te