—
3
Da die Central⸗Adminiſtration der Schlesw. Holſt. pa⸗ triotiſchen Geſellſchaft ihre Meinung uͤber die Gemeinnuͤtzig⸗ keit der Beſchreibung lokaler Wirthſchaften wiederholt ge⸗ aͤuſſert hat, ſo glaube ich denn auch, durch die Bekannt⸗ machung der meinigen ihrer Abſicht zu entſprechen.
Ehe ich weiter gehe, muß ich ein paar Worte uͤber ein Vorurtheil ſagen, welches ich zuweilen habe aͤußern hoͤren, daß naͤmlich auf eine Wirthſchaft, die ſich ſo vielen Duͤn— ger ſchaffen kann, als ſie nur will, um ſo weniger Ruͤck⸗ ſicht zu nehmen ſey, da eine Wirthſchaft, um ſelbſtſtaͤndig zu ſeyn, den ihr noͤthigen Duͤnger ſich ſelbſt muͤſſe ſchaffen koͤnnen.
Letzteres iſt durchaus wahr und ich bin davon ſo ſehr uͤberzeugt, daß ich aͤngſtlich dafuͤr ſorge, daß meine Saat⸗ folge ſo ſey, daß ich reichlich Duͤnger haben wuͤrde, wenn ich mein gruͤnes Futter, ſtatt es zu verkaufen, zur Stall⸗ futterung verwendete.
In dem richtigen Verhaͤltniſſe der gruͤnen Futterung zum Kornbau liegt, meiner Meinung nach, nicht allein die Urſache des hoͤchſten Ertrags, ſondern auch das Mittel, bei dieſem Ertrag, den Boden in demſelben Grade des Reichthums zu erhalten.—
Die Haͤlfte meines Ackerlandes iſt Braachfrucht, Klee und Mengkorn und wer beides Letztere bei mir geſehen hat, wird nicht daran zweifeln, daß ich mehr als die 1100 Fu⸗ der Duͤnger, die ich jaͤhrlich brauche und von denen ich nur 250 ſelbſt erzeuge, aus eignen Mitteln haben wuͤrde, wenn ich meinen Klee, mein Mengkorn und einen Theil meiner Braachfruͤchte auf dem Stall verfutterte.
Man wird in der Folge ſehen, in wie ferne meine Be⸗
muͤhungen zu gelingen ſcheinen, untergepfluͤgte gruͤne Saat A2 auf


