Wirkliche Claſſification des Bodens
und deſſen Unterabthei⸗
lungen.
zogen
— 2—
worden, hatte ich ſehr verſchiedenartige Felder zu
bebauen; vom bindendſten Lehm bis zum loſeſten Sand; von immer naſſem bis zu immer trocknem Lande.
Wenn auch nun in jeder Art des Bodens nur die fuͤr ſie paſſende Frucht gebauet ward, ſo ſtand der Ertrag doch noch
imme
ſchen
gere
r in einem beſondern Verhaͤltniß, theils zu den phyſi⸗ Eigenſchaften des Bodens, theils zu den, durch laͤn⸗ oder kuͤrzere Dauer der vorhergegangenen Kultur ver⸗
aͤnderten chemiſchen Eigenſchaften deſſelben, beſonders zu der Quantitaͤt der mehr oder minder zerſetzten Nahrungs⸗
theile
der Pflanzen in demſelben. Meine ſchweren Felder haben alle einen undurchdring—
lichen Lehm zur Unterlage und ſind daher naß und kalt,
obgle
ich durch immer fortgeſetztes Ebnen und den ihnen
verſchaften Fall, von allem Oberwaſſer entledigt, ſo wie durch verdeckte Abzuͤge von allem Unterwaſſer befreiet.
Aber
auch jene phyſiſche Beſchaffenheit iſt durch laͤngere
Kultur und nachhaltiges tiefes Pfluͤgen auf den mehrſten Feldern gar ſehr gemildert; auf andern iſt ihre Wirkung
noch
unbezwinglich.
§. 4. Ich habe mich alſo bewogen gefunden, was meine
aͤltere Pachtung betrifft, zwey Claſſen anzunehmen.
liche
In die Erſte gehoͤren die Felder, in welchen die natuͤr⸗ Beſchaffenheit durch beſſere und vorzuͤglich durch
laͤngere Kultur ſehr erhoͤhet worden.
ihres
In die Zweyte die Felder, die noch mehr die Rohheit urſpruͤnglichen Zuſtandes haben. Die Unterabtheilungen jeder Claſſe beziehen ſich auf
Waͤrme und Lockerheit, im Gegenſatz von Kaͤlte und Bin— digkeit, des in demſelben Kultur-⸗Zuſtande befindlichen Bo⸗
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