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e Kin 7) Daß sie sich sehr leicht ausdreschen läßt. i a §. 17. f
mat see Vergleicht man nun das Verhältnißt dieser Gerstenarten im Großen, mit den
cnuzang im Kleinen angestellten Versuchen, so findet man:
5 1) Daß die gemeine Gerste die schlechtste ist, sowohl was ihre Fruchtbarkeit,
ere, als die Güte ihres Korns anlangt; daß sie aber demungeachtet die Gersten— art ist, die man bauen muß, wenn man kein fettes, gutes und wohlbearbei⸗ tetes Erdreich hat. ö
en Cei⸗
d dalit 2) Daß jeder Landwirth die zweyzeilige Sommergerste bauen muß, sobald er
e Rus fetten und mit Leimen vermischten Boden hat, den er auf gehörige Art bear—
Echef beiten kann.
heller
itt, ind 3) Daß die Reisgerste noch mehr Aufmerksamkeit verdient als die zweyzeilige,
Gee da sie sowohl ergiebiger ist, als auch ein besseres Korn hat. Im Marsch—
borsh⸗ lande muß sie mit Vortheil zu bauen seyn, so wie an andern Orten/ wo man gute mit Leimen vermischte Dammerde hat.
1 shu 4) Daß die sechszeilige Gerste anzupreisen ist, wegen ihrer größern Ergiebigkeit
— und Ausdauer gegen Kälte und üble Witterung, in Vergleichung mit andern
Gerstenarten. Auch darum weil sie früher zeitigt, und daher, wenn Mis—
1 Kl wachs eintrifft, der Hungersnoth vorbeugen kann.
10 5) Daß die Wintergerste vornemlich in solchen Gegenden zu bauen ist, wo das
Erdreich für den Roggen zu leimig und niedrig ist.
6) Daß die sogenannte Büschelgerste und die Staudengerste sich am besten für
er auß niedrige Gerstenfelder schicken, wo andre Gerstenarten nicht fortkommen wol— len; jene aber, ihrer großen Fruchtbarkeit wegen, mit vielem Vortheile gezo— gen werden können.
hößluge 8
u hohen 7) Daß die Gerstenarten, deren Körner keine Schale haben, vornehmlich da zu
r Ahle bauen sind, wo das Erdreich und das Klima nicht zulassen, daß man Rog—
gen und Waizen bauen könne. Sie geben nemlich Produkte, dabey man die⸗


