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Botanisch-oekonomische Abhandlung von der Gerste / von Erik Viborg
Entstehung
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Die Sommergerste gab 12 fältig. Das Himmelkorn 14 Die zweyzeilige Sommergerste 12 Die sechszeilige Gerste 18 Die Reisgerste 22

Man könnte hier einwerfen: wie das Himmelkorn nicht so vielfältig getragen habe als die gemeine Gerste, da sie doch mehr Körner gegeben als diese. Der Grund aber läßt sich leicht einsehn, wenn man die Körner beyder Arten mit einander ver gleichet. Die Himmelgerste hat ein Korn ohne Schale und nimmt daher im Maaße nicht so vielen Raum ein, als die schaligte, deshalb gehört von jener mehr als von dieser dazu, das Maaß zu füllen.

Das Gegentheil findet Statt bey der zweyzeiligen und der gemeinen Sommer⸗ gerste. Diese giebt mehr Körner aus Einem, als jene, und doch tragen sie gleich vielfältig. Hier ist die Ursache, daß bey der zweyzeiligen das Korn größer ist, und folglich das Maaß mehr füllt, als das Korn der gemeinen. Aus dem nämlichen Grunde trägt die Reisgerste mehrfältig als die sechszeilige, obgleich die Anzahl der Körner aus einem, ebenfalls ungleich ist.

Das Gewicht bestimmt gleichfalls sehr die Güte einer Kornart. Es findet sich, daß eine Gerstenart zwar vielfältiger trägt als eine andre, diesen Vorzug aber wieder durch das geringere Gewicht der Körner verliert. Ich verglich dieserhalb die benannten Arten in Hinsicht ihres Gewichtes, mittelst der sogenannten holländischen Kornwage, und fand, daß, wenn

die gemeine Gerste 100 wog, so wog das Himmelkorn 116, die sechszeilige Gerste 90, die zweyzeilige 4427 die Reisgerste 11 die Büschelgerste 110, die Wintergerste 108, die nackte zweyzeilige 118.

Diese hier angegebnen Gewichte sind eine Mittelzahl, denn man findet sowohl drüber als drunter, je nachdem die Gerste mehr oder weniger trocken, mehr oder weniger vollkörnig und in größerm oder geringerm Grade rein-gedroschen ist. So fin,

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