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Die zweyzeilige, die sechszeilige und bie Reisgerste hielten die darauf im Juni erfolgende Dürre am besten aus.— Das Himmelkorn und die gemeine Gerste wur—⸗ den durch dieselbe größtentheils verkrüppelt.
Die meisten Halme aus Einer Wurzel gaben die sechszeilige und die Reisgerste, 5 bis 12. Nächst diesen gab das Himmelkorn, demnächst die zweyzeilige am meisten; die gemeine Sommergerste gab die wenigsten von allen, da sie nur einen oder zween, höchstens drey Halme trieb. Die zweyzeilige allzeit 3, manchmal 4 bis 5, das Him⸗ melkorn meistens über 5. Da alle diese Gerstenarten aber gleich dicht gesäet waren, so erreichten die Seitenschößlinge nicht die Vollkommenheit, die sie erreichen können, wenn sie weitschichtiger gesäet werden. 5
Der Halm der benannten Gerstenarten erreichte die größte Länge an der ge⸗ meinen Sommergerste, der zweyzeiligen und dem Himmelkorn. An der sechszeiligen hingegen und an der Reisgerste war er am kürzesten, allein auch am stärksten.
Die Reife dieser Gerstenarten zeigte sich Ausgangs Juli und Anfangs Augusts, wie folget: f
Die zweyzeilige und das Himmelkorn zeitigten zuerst, darnach die gemeine Som⸗ mergerste und die Reisgerste. Die sechszeilige, die eigentlich Wintersaat ist, kam von allen am spätsten zur Vollkommenheit.
Die Gerstenarten, die zuerst reiften, waren den Schnäbeln der Sperlinge am meisten ausgesetzt. Die eine Art schien hiebey keinen Vorzug vor der andern zu ha⸗ ben, wegen der Neigung der Aehre oder der Länge des Aehrenbartes. Die Sperlin⸗ ge pickten die Körner sowohl aus den hängenden, als aus den aufrechtstehenden Aeh⸗ ren, und ein längerer Aehrenbart hielt sie nicht ab. Die sechszeilige Gerste gab hie— von den stärksten Beweis. Insgemein wird sie ein Raub der Sperlinge, da sie als Wintersaat am ersten reift; unter den hier gesäeten Arten blieb sie hingegen ganz ver⸗ schont, mittelst ihrer spätern Zeitigung.
Bey einem hohen Grad der Reife fand sichs, daß der Halm der Reisgerste
dicht unter der Aehre abbrach, welches ein beträchtlicher Nachtheil bey dem Bau die—⸗
ser Art im Großen zu seyn scheint, wenn man demselben nicht etwa durch früheres Einerndten entgehen kann.
Bey der Untersuchung, welche Gerstenarten die meisten Körner aus einem Saamenkorne gäben, fand ich bey
der gemeinen Gerste, die nur einen Halm getrieben hatte, 48 bis 60 Körner.
wo sie zween Halme hatte,
in der einen Aehre 36 bis 42, N 8 in der andern 30 bis 36,* für beyde. 1 66— 78—


