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Botanisch-oekonomische Abhandlung von der Gerste / von Erik Viborg
Entstehung
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Der Kelch, eine sechsblättrige Spel ze, die 3 neben einander sitzende Blumen enthält; die Spelzen paarweis, unten ge trennt, gleich breit, flach, dreyribbig und gehaart, kürzer als die Blume, endend in eine dünne, feine, gezackte Granne, die zwey bis dreymal länger als die Blume selbst ist.

Die Blumenkrone zweyspelzig, die äußere Spelze bauchig, eyförmig zugespitzt, eckigt mittelst 5 vorragenden Linien, glatt, die innere umfassend und endend in einen Aehrenbart, der flach, zehn- bis zwölfmal länger als die Blume, inwendig platt und glatt, auswendig kielförmig ist. Der Kiel beynahe glatt, die Ränder scharf gezackt. Die Granne an den untern Blumen län ger als an den obern. Die imere Spelze lanzetförmig, flach, häutig, am Rücken zweyribbig, glatt, unbewaffnet, etwas eingekerbt und kleiner, als die äußere.

Die Staubfäden. Staubgefäße, drey, haarartig, kürzer als die Blume. Die Staubbeutel, länglich gefurcht, und an der Seite an den Fäden befestigt. Der Staub gelb, kuglig.

Die Stempel. Der Fruchtknoten anfangs umgekehrt herzförmig, darnach eyförmig und oben dick und haarig. Die Griffel, zween, zurückgebogen, am innern Rande weichbehaart 29). Die Narben gleichfalls weichbehaart.

27) Vid. Tab. 1. Fig. g. 200 Vid. Tab. 2. Fig: k.

Caly x, gluma hexaphylla' triflora; foliolis per paria digestis, lateralibus, di- stantibus, linearibus planis, trinervibus, pilosis, flosculo brevioribus, in aristam duplo seu triplo longiorem, tenuem,[ca- briusculam, desinentibus.

Corolla bivalvis, valvula exterior ventricosa, ovato- acuminata, quinquan- gulata, glabra, interiorem amplectens in aristam desinens comprellam, decies leu duodecies longiorem, interne pla- nam, glabram, externe carinatam. Ca- rind subglabrä, marginibus[caberrimis. Aristae flosculorum inferiorum superiori- bus longiores. Valvula interior lanceo- lata, plana, membranacea, dorfo binervi, glabra, mutica, slubemarginata, exteriore

minor.

Stamina: filamenta tria, capillaria, corolla breviora. Antherae oblongae, slulcatae, incumbentes. Pollen flavum, globosum.

Pistilla: germen nubile obcorda- tum 27), dein ovato-turbinatum 28), su- perne pilosum. Styli duo reflexi, mar- gine interiore villosi. Stigmata quoque villola.

29) Betrachtet man diese Haare durchs Vergrößerungsglas, so findet man, daß sie Zacken haben, welche die Oeffnungen zu seyn scheinen, durch welche der Staub wirke, und sollten daher die Nar⸗

ben(Stigmata) seyn.

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