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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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des Landes Dithmarſchen. 483

tern nach Worden detachirte, um ſelbige zu Kaiſon zu bringen, welche auch ſogleich die angebotene Gnade erkannten, ihr Contingent abtrugen, und die Officierer und Gemeine wohl bewirtheten. Kaum war der Capitain Frieſe mit ſeinen Leuten wieder zuruͤck, da kamen die Suͤder⸗Leute hinter dem Teich, um die in Sicherheit ſich gelagerte Soldaten unvermuthet zu uͤberfallen, allein dieſe recoſſigirten ſich balde, wichen von dem Teich in einen Krug Landes und ſetzeten ſich in eine voͤllige Ordre de Bataille, den ankommenden Feind zu empfangen, welcher auch mit einem grauſamen Mord⸗Geſchrey und unor⸗ dentlichen Feuer den Anfall that, merckete aber bald aus der Beantwortung und aus denen continuirlichen daurenden Salven, daß die Fuͤrſtliche Solda⸗ ten dieſes Handwerck beſſer denn ſie gelernet, daher ſie nach einem nicht gar lan⸗ gen Gefecht die Flucht ergreiffen, und ſich hin und wieder in den Haͤuſern, Gra⸗ ben und Korn zu verbergen ſuchen muſten. Aber auch da waren ſie vor denen erhitzten Soldaten nicht ſicher, ſondern wurden allenthalben aufgeſuchet und erſchoſſen, ſo daß in vielen Haͤuſern 10 bis 12 mit Bajonetten erſtochen, gefun⸗ den worden, weil der commandirende Obriſt⸗Lieutenant Hempel Orqdre er⸗ theilet, keinem Bauren Quartier zu geben, nur der Soldaten und des Aus⸗ ſchuſſes zu ſchonen, bis endlich ein ſtarckes Donner⸗Wetter und Platz⸗Regen den fluͤchtigen Feind weiter zu verfolgen hinderte, und die niedergehende Son⸗ ne dem Blut⸗Vergieſſen ein Ende gab, da die Fuͤrſtliche Soldaten, nachdem ſie alle Haͤuſer in und um Ketelsbuttel und alle Erſchlagene ausgepluͤndert, in gu⸗ ter Ordnung wieder nach der Heyde ſich zuruck gezogen, in willens den folgen⸗ den Tag nach Meldorff zu gehen und den Sieg zu verfolgen. Allein ſie wur⸗ den der Muͤhe uͤberhoben, indem die Suͤder⸗Landſchafft 2 aus ihren Mitteln, nemlich Hans Duͤrſen aus Meldorff und Peter Detleffs aus Windbergen ‚des Morgens in aller früh nach der Heyde an den Hrn. General Bannier deputir- ten und andeuten lieſſen, daß ſie die gefoderte Schatzungen, nemlich 32 Rthlr. von Pflug bezahlen wolten. Zu dem Ende ſie einige Stunden hernach etliche 1000 Rthlr. auszahlen lieſſen, und wegen des Keſtes muſten die 2 Deputirte

als Geiſſel mit nach Toͤnningen folgen, bis nach etlichen Tagen der Reſt ausge⸗

zahlet ward, da ſie zwar in Freyheit geſetzet, aber die Ankuͤudigung einer neuen Auflage mit nach Hauſe nehmen muſten. Und hiemit hatte nun dieſer Bau⸗ ren⸗Krieg ein Ende, welcher den Suͤder⸗Dithmarſchen bey die 400 Mann ge⸗ koſtet, da von den Fuͤrſtlichen Soldaten nur z erſchoſſen worden, welche ſo⸗

gleich auf der Wahlſtatt begraben worden. Und die Animoſité, ſo beyde Landſchafften, Suder⸗und Norder⸗Dithmarſchen, bis anhero gegen einan⸗ der gehabt, ward gaͤntzlich niedergelegt, dagegen die vorige nachbarliche

Kkk 3 Freund⸗