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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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466 Geſchichte VlI. Theil.

Dithmarſchen, und zu Suͤden der Elbe eingebrochen, und verſchiedene Schleu⸗ ſen und Teiche mit weggeriſſen, wodurch alſo dieſes Land in groſſe Noth geſetzet worden.

Wie die Schweden ſich in Teutſche Kriege melirten und ihre ſiegreiche Waffen zu anfangs groſſe Progreſſen hatten, ſo konte es nicht fehlen, daß die Daͤnen daruͤber ſtarcke Ombrage faſſen muſten; daher der Koͤnig von Daͤn⸗ nemarck, Chriſtianus IV, ſolchen gluͤcklichen Fortgang auf alle Wege zu hin⸗ dern bedacht war, wie er auch ſich fuͤr einen Mediateur zwiſchen Schweden und dem Kayſer angab. Aber ſolche Mediation war denen Schweden bey damah⸗ ligen Conjuncturen hoͤchſt ungelegen, und um ſolche deſto ehender loß zu werden, gaben ſie ihrem Generaliſſimo, Linnart Torſtenſon, der damahls in Schleſien ſtand, ins geheim Ordre, Hollſtein und Juͤtland zu uͤberfallen, der Ao. 1643 im Decembr. alle Laͤnder diſſeits der Elbe als eine Fluth uͤberſchwem⸗ mete. In welchem Kriege Daͤnnemarck ein groſſes einbuͤſſete, daß ihm alſo die Luſt zur Mediation ziemlich koſtbar kam, bis endlich durch Vermittelung von Franckreich Ao. 1645 der Broͤmſeebroiſche Friede geſchloſſen ward. Wie ſol⸗ ches alles weitlaͤufftig bey dem Puffendorffde rebus SVecicis, Bœcler de bello Sveco Danico, Memoires de Svede par Mr. Chanut nachzuleſen; daß wir al⸗ ſo hier weiter nichts anzufuͤhren haben, als in ſoweit dieſer Krieg Dithmarſchen mit betroffen. Es hatte zwar der Hertzog Friderich von Hollſtein ſchon Anno 1642 bey dem Schwediſchen Plenipotentiario, Joh. Salvio, um eine ſichere Neutralitaͤt angehalten und erhalten, ſie nutzte ihm aber nirgends zu, denn er doch denen Schwediſchen Troupen freye Quartier in ſeinen Laͤndern verſtatten, und dem General Torſtenſon 100000 Rthlr.(wozu das Norder⸗Theil Dithmar⸗ ſchen mit contribuiren muͤſſen) geben muſte, und zwang ihn der Schwediſche General⸗Major, Helm Wrangel, ſonſt der Tolle genannt, aller von Torſtenſon erhaltenen ſchrifftlichen Verſicherung ungeachtet, Ao. 164 5 noch 46000 Rthlr. auszuzahlen.

Anno 1644 im Januario iſt im Norder⸗Theil viel Blut in Eiſe gefunden und geſehen worden,auch iſt in einer Stuben Blut aus der Erden gequollen.

Den) Januarii wurden die Suͤder⸗Dithmarſcher, welche ſich ao0 Mann

ſtarck bey Hohenhorn und Fehringhuſen unter Capitain Boye Broderſen aus Barlet verſchantzet hatten, und etwa 14 Tage an den Graͤntzen Wache gehal⸗ ten, von dem Obriſten Montagne mit 40Reutern, einem Theil Fußvolck und eini⸗ gen Canonen uͤberfallen, und iſt der Capitain mit ungefehr 27 erſchlagen, 170 aber gefangen worden, welche hernach mit 40000 Rthlr. ranꝛioniret wor⸗ den. Nach dem pluͤnderten die Schweden Krumſtede, Schapſtede und alle Doͤrffer, bis Meldorff, und zwungen die Suͤder⸗Dithmarſcher auf eine Loſſe

Sum⸗

Summel

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