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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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des Landes Dithmarſchen. 465

ſchauen wie es den Gottloſen vergolten werde. Laß ihn wieder ſpeyen was er gefreſſen/ oder auch gar den Todt daran freſſen. Ach rr! laß der Gottloſen Boßheit doch einmahl ein Ende werden/ und foͤrdere die Gerechten/ daß man erkenne/ daß Du SErr Kecht haſt. Und das thue doch O GOtt/ der Du Gerechtigkeit lieb haſt/ um Deiner Gerechtigkeit Willen. Amen.

Anno 1638 des dritten Tages nach Heil. Drey⸗Koͤnige wurde der Aus⸗ ſchuß aus Juͤtland, Holſtein und Dithmarſchen Koͤnigl. und Furſtl. Gebiets zu Oldesloh und der Orten verleget, um der Kayſerl. Gallaſiſchen Armee,ſo in Meck⸗ lenburg⸗ und Luͤneburgiſchen logirte, und ferner in Hollſtein Quartier ſuchen wolte, ſolches zu verwehren/ wurden um Pfingſten, wie ſie 22 Wochen von Hau⸗ ſe geweſen, wieder erlaſſen.

Den 12 April ward alle wehrhaffte Mannſchafft aus Hollſtein und Dithmarſchen von Ihro Koͤnigl. Majeſt. und Raͤthen auſſerhalb Itzehoe ge⸗ munſtert, und eine Fahne junger Geſellen von 370 ſtarck auch aus Hollſtein und der Wilſter ausgezogen, und nach Oldesloh gefuhret, kamen aber den 2 May wieder zu Hauſe.

Ihro Koͤnigl. Mgjeſt. und Fuͤrſtl. Durchl. zu Hollſtein hatten 3 Regimen⸗ ter zu Fuß und 2 zu Pferde geworben, ſo in der Gegend von Oldesloh bis nach Pfingſten und hernach zu Fuhlsbuͤttel bey Hamburg gelegen, um Michaelis aber ward das Fußvolck uͤberall und 2 Compagnien im Suͤder⸗Theil verleget, und ſind bis ins 1640 Jahr von der Landſchafft verpfleget worden, da ſie in der Woche nach Oſtern nach Gluͤckſtadt gefodert, an deren Statt 2 neue Compa⸗ gnien aber nur halb ſo ſtarck geworben, und ins Land verleget worden, den 10 Septembr. aber Ao. 1641 ſind ſie nebſt andern geworbenen Voͤlckern bey Itze⸗ hoe ins Holtz zuſammen gefuͤhret und von Ihro Koͤnigl. Majeſtaͤt gemunſtert worden.

Wegen der Kayſerl. geſuchten Einquartierung ward zwiſchen Ihro Koͤ⸗ nigl. Majeſt. von Daͤnnemarck und dem Kayſerl. Geſandten, Graf Kurtzen, traGtiret, und ſolche ohngefehr 8 Tage vor Pfingſten auf eine anſehnliche Sum- me zu Gluͤckſtadt abgehandelt.

Anno 1643 iſt das Vorjahr ſehr kalt und unfruchtbar geweſen, alſo daß viel Wildwerck todt gefrohren, und die Voͤgel in der Lufft erſtarret, auf die Erde gefallen. Es iſt aber ein angenehmer Sommer und fruchtbarer Herbſt darauf gefolget. Im januario dieſes Jahrs, nemlich den 22ſten, iſt durch einen ſtar⸗ cken Nord⸗Weſten Wind eine groſſe Spring⸗Fluth mit vielen Blitzen, Schnee und Hagelſchauren entſtanden, daß das Waſſer über alle Teiche geſtuͤrtzet, in

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