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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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462 Geſchichte VI. Theil. wuͤrde gewuͤrdiget haben, wie man denn noch dieſe Stunde zu Bremen im Duhm zur lincken Hand im Chor ſeinen Grabſtein ſehen kan. Daher ich mit an⸗ dern davor halte, daß er unbeſchaͤdiget in Bremen gekommen, aber nicht lange nach ſeiner Ankunfft daſelbſt geſtorben und gebuͤhrlich beerdiget worden. Sei⸗ ne Guter ſind nachhero alle dem Fiſco heimgefallen, auſſer was aus Furſtlicher Conceſſion der Kirchen zu Henſtedt und ſonſten davon verehret, und der Witt⸗ wen und Kinder auf flehentliche Bitte und geſchehene Interceſſion wieder ein⸗ geraͤumet worden. 1.

Henricus Seedorff, Heßiſcher Rath, und der ſich vorher eine Zeitlang in Dithmarſchen aufgehalten, will dieſen Johann Fehring ſeinen Stoltz, und daß er die Authoritaͤt der Kirchſpiel⸗Vo⸗ gen, beymeſſen, daß er zur Einfuhrung des Landes und Kirchſpiels Gevollmaͤch⸗ tige, und des Landes Pfenningmeiſter Anlaß gegeben: Es ſoll in allen Zeiten und nach Eroberung des Landes der Gebrauch geweſen ſeyn, wann etwas in pu blicis wegen des Landes Wohlfarth zu deliberiren vorgekommen, oder einige Scha⸗ tzungen anzulegen, daß ſodann in den Kirchſpielen der Kirchſpiel⸗Voigt, in gemei⸗ nem Lande aber die Land⸗Voigte der Gemeine es vorgetragen haben, die dann darauf zuſamen getreten, aus ihren Mitteln beſondere Gevollmaͤchtige erwehlet,

die der Sachen mit beywohnen und ihren gemaͤſſenen Befehl nachſchlieſſen

koͤnten. Dieſen Gebrauch nun ſoll Johann Fehring als eine groſſe Unordnung und Zerruͤttung aus der nechſt verwichenen Kriegs⸗Unruhe herruͤhrend, angegebe haben, dadurch das Land aus ſeinem alten Stande gekommen, und der Hertzog ſeine Contributiones nicht gebuͤhrend erhalten koͤnte, auch die Unterthanen in groſſe Unkoſten und Weitlaͤufftigkeiten geſetzet wuͤrden. Durch dieſe und an⸗ dere Vorſtellungen habe er dann bey dem Hertzog Friderich den IV. glorwuͤr⸗ digſten Andenckens Ao. 1631 den 21 Septembr. einen Befehl an den Land⸗ Schreiber Hinrich⸗Sagern ausgewircket, daß er der Landſchafft obgedachte

Unordnung andeuten und zugleich befehlen ſolte, aus jedem Kirchſpiel nach der

Groͤſſe 1. 2. oder 3. zu Gevollmaͤchtigten zu benennen, und einen general Ein⸗ nehmer zu erwehlen. Nachgehends hat Ao. 1637 den 7 Januarii, Ihro Hoch⸗ fuͤrſtl. Durchl. wie ein groß Theil der Gevollmaͤchtigten verſtorben, auf Feh⸗ rings Betrieb die Zahl wieder compliret, und dabey das Privilegium gegeben, wenn in Nachtagen ein Gevollmaͤchtiger verſterben wuͤrde, daß ſo dann der Kirchſpiel⸗Voigt und uͤbrige Gevollmaͤchtigte im Kirchſpiel einen wieder er⸗ wehlen ſolten. 5

Sonſten erzehlet man von dieſem Johann Fehring, daß wie er noch in Gna⸗

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