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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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458 Geſchichte VI. Theil.— demſelben Waſſer wieder hinaus gebracht. Im Suͤder⸗Theil ſind 37 Men⸗ rer7in

ſchen, 119 Stuͤck Vieh, 238 Pferde, 73 Schweine und 59 Schaafe ertrun⸗ Cy cken, 31 Haͤuſer gantz weggetrieben, 10 Schleuſſen eingeriſſen haoſeudn⸗ ngen Wehlen von 4 bis 20 Fuß tief eingeſchoſſen und 291 Haupt⸗Bruͤche von 4 bis dien 80 Fuß lang geſchehen. An reinen und ungedroſchenem Korn in die 17000 Ton⸗ Sb nen weggetrieben und verdorben. Im Norder⸗Theil iſt der Schade unweit(Ma hoͤher geweſen. Im Kirchſpiel Lunden 65 Perſonen ertruncken, 181 Pferde, wegen 725 gehoͤrnt Vieh, 163 Schaafe, 162 Gaͤnſe, und 409 Mgl. Winter⸗Saat met 1 gantz verdorben, an gedroſchenem und und ungedroſchenem Korn 4383 Tonnen weggetrieben. In Buſum ſind 168 Menſchen ertruncken, in die 1360 Stuͤck Can Vieh, und 102 Haͤuſer gantz weggetrieben, und an Getrayde in die 150 Laſt ſud verdorben, ohne was in andern Kirchſpielen vor Schaden geſchehen, nur daß in herun Diihndarichen in allen 38 rderſench gezehlet worden. tic eil nun niemand dieſes Ungluͤck vermuthet, indem die Teiche ſtarck dogen,

und unverſehret, auch viel hefftigere Sturm⸗Winde als dieſe, deibaf, iſt neßh auch der mehrere Theil es nicht eher gewahr worden, als bis das Waſſer ans ſen, Bette geſchlagen oder daß ſie mit Haus und Hof davon getrieben, oder des wide

fkorgens, wenn ſie aufſtehen wollen, ins Waſſer geſprungen. V

Den 10 und 21 Nov. iſt das Waſſer mit einem ſtarcken Nord⸗Weſten Em Winde wieder eingegangen und die uͤberbliebene Teiche ſehr beſchaͤdiget, weswe⸗ oido gen auch der Landmann die angefangene Teich⸗Arbeit bis den kuͤnfftigen Som⸗ mer liegen laſſen muͤſſen. In dem folgenden 1635 Jahre haben die Teiche noch ume nicht voͤllig zum Stande gebracht, und das Land vor dem eindringenden Waſſer eiren geſchuͤtzt werden oͤnnen. Den 19. 20. und 24 April iſt das Waſſer durch ei⸗ Haßß nen ſtarcken Nord⸗Weſt⸗Wind bey einer hohen Spring⸗Fluth getrieben, durch fülce die noch ungebeſſerte Schleuſe⸗Loͤcher und durch die Teiche, ſo noch nicht aus wodder der Gefahr gebracht, haͤufig eingeſtuͤrtzet und groſſer Schaden wieder verurſa⸗ bon ß chet, ſonderlich in Barlet, Woͤrden, Lunden und Buſum. Den 19 und 20 N Octobr. ſind es ſehr windige Wetter mit Donner, Blitz und Hagel, und groſſe zunn Waſſer⸗Stuͤrtzungen geweſen, ſo groſſen Schaden an den Teichen gethan. Der Winter des A0. 1635 Jahres war von ſo ſtarckem Froſt, welcher aß ohngefehr 10 Tage vor Weyhnachten angefangen und bis auf Faſtnachten ge⸗ Nicke auret, daß auch viele Reiſende todt gefrohren, und hat man unter Hamburg al⸗ GEa— urhaiben bis nach Brocktorff und S. Margarethen mit Pferd und Wagen ui 19 er die Elbe kommen koͤnnen. Bey dieſer Gelegenheit ſind verſchiedene er chwediſche Reuter, ſo zu Suͤden der Elbe in Quartier gelegen, heruͤber kom⸗ 4 men nnd die Kaufleute und andere reiſende Perſonen zwiſchen Itzehoe nnd Ham⸗ an 1 urg beraubet, deren mehrentheils aber ihren Lohn bekommen. Denn wie ih⸗ mn 13 rer