—————— MV des Landes Dithmarſchen. 451 ſenan,C Mannſchafft aus dem Suͤder⸗Theil gefuͤhret, und unter den Capitain Dragen⸗ foden e aber die Elbe verleget dn aünnd burg uͤber die get. 3 öh d r anno 1625 den 26 Febr. um 6 Uhr Nachmittags iſt Heimreichs ach deag mit dem Neuen Mond durch einen ſtarcken Weſt⸗Nord⸗We⸗ Nord Frieſif. ſten⸗Wind eine groſſe Eiß⸗Futh geweſen, daß das Waſſer Cn e. df neda⸗ 2 Ellen hoch uͤber die Teiche gegangen, und ſind die Teiche durch 1 anndobane, das Eiß unten weggeſpuhlet, das unterſte oben gekehret, und an vielen Orten undugden durchgebrochen. Im Suͤder⸗Theil im Kirchſpiel Eddellack, Brunsbuͤttel, Dannemat der neue Koeg im Kirchſpiel Marne, ſo das Jahr erſt verfertiget, ſind die Haͤuſer Orten ine bis unter dem Dach unterm Waſſer geſtanden, und ſehr viel Menſchen und or lavocnn Vieh ertruncken. Im Norder⸗Theil iſt es auch an vielen Orten durchgebro⸗ wotden unt chen, in allen Marſch⸗Kirchſpielen, und ſind allein im Suͤder⸗Teich bey 140 Ruthen Teichs weggegangen. In Eyderſtaͤdt und andern an der See⸗Kante der ꝛ Ell liegenden Provincien iſt nicht weniger Schaden geſchehen, und hat das Waſſer weſen: n 14 Tage geſtanden, ehe man ſpuͤhren koͤnnen, daß es wieder verloffen. Wo es unddiege aber nicht eingebrochen, hat ſich das Eiß etliche Ruthen unter den Teich geſetzet, bis oben an den Kamm, daß das Waſſer ſo viel hoͤher dem Anſehen nach, als die nburg Dette Teiche gegangen, waͤre ſonſt vermuthlich der Teich allenthalben weggegangen. nal⸗Voigtu Die Hamburger Kaufleute und Zuckerbecker haben den Schaden, welchem ſie ie weites g an ihren Waaren gehabt, allein 370000 Marck taxiret. oatachtwe⸗ Den 20 Martü iſt wieder ein hefftiger Sturm einem Erdbeben gleich ent⸗ ſtanden, ſo 3 gantzer Tage gedauret, und iſt am andern Tage der Wind am eingucrtiat allerheffligſten geweſen, wodurch denn das gantze Land wieder 2 Ellen hoͤher ihſieninde denn vorhin unter Waſſer geſetzet worden, unzehlich Vieh ertruncken, gantze e fteye Al⸗ Stuͤcke Mohr⸗Landes nebſt Haus und Hof abgeriſſen und verſetzet, der Teich ausdruͤcklch ſo bey vorigen Sturm erhalten worden, iſt dieſesmahl ſo durchloͤchert, ausſchifen daß er auch keine Zeit oder Fluth abhalten moͤgen. Dieſe beyde Waſſer⸗ hlgeratha Fluthen hat ein Schulmeiſter in Eyderſtaͤdt vorher verkündiget, weswegen er ſhice eingeſetzet, und des Landes ſollen verwieſen werden, iſt aber nachhero wieder auf freyen Fuß geſtellet worden. ein Jrich puſſendorf. de reb. Wie der Koͤnig don Daͤnnemarck Chriſtianus der IV. A. en, ubſa Svec. 1.§. 44. 1625 an der Teutſchen Unruhe Theil genommen, und ſich zum e ſchlet Laieh Ael⸗ nieder⸗Saͤchſiſchen Crayß⸗Obriſten beſtellen laſſen, gerieth Gend un ⸗Ip. 802. er daruͤber mit dem Kayſer in einen ſchweren Krieg, in welchem 74 rud dieſe Laͤnder von beyden Theilen ſtarck mitgenommen wurden. Denn ſo wur⸗ ſeſ uin den Ao. 1626 in der Oſter⸗Wochen alle junge Mannſchafft von 16 und unter qten la) 60 Jahren aufgebothen, und von einem fremden Capitain gemunſtert. Und im ve ncet Herbſt wurde ein ſtarck Commando Reuter(deren Obriſter der Rhein⸗Graf⸗ ne l Fff 3 Graf
Druckschrift
Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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