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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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des Landes Dithmarſchen. 433

Den 209 Julü iſt ein grauſamer Sturm aus dem Nord⸗Weſten geweſen, ſo nicht geringen Schaden verurſachet.

Anno 1796 den 30 Januarüi wurden in Dithmarſchen 3 Sonnen und 2 Circul⸗Bogen geſehen.

Anno eodem im May hielte Jacobus Fabricius, Hof⸗Prediger und Probſtzu Schleßwig, General⸗Kirchen⸗Vilitation in Norder⸗Dithmarſchen, weil D. Paul von Eitzen beſtaͤndig Bettlaͤgerig geweſen, beſuchte alle Kirchen und examinirte alle Einwohner ſehr genau, wie ſie in ihrem Chriſtenthum be⸗ wandert.

Den 17ten Julü ließ ſich ein Comet um Mitternacht etliche Tage am Himmel ſehen.

Den 2oſten Auguſti bis den 4ten Sept. hielte Hertzog Johann Adolff mit der Printzeßin Auguſta von Daͤnnemarck Beylager, und muſte das Land einige Deputirte in Dammaſt und Sammet gekleidet dahin ſenden.

In dieſem Monaht Augulti fiel ein groß Waſſer etliche Tage lang, wel⸗ ches Acker und Wege bedeckete, daß man in der Marſch Baacken ſtecken muͤſ⸗ ſen, um des rechten Weges nicht zu verfehlen, durch welche Feuchte eine ſehr groſſe Menge Maͤuſe ins Land gekommen, die einen unbeſchreiblichen Schaden an Korn⸗Fruͤchten und der Winter⸗Saat gethan, welches daher zu ermeſſen, daß man in Buſum von einem Acker nur 7 und eine halbe Tonne Gaͤrſten ge⸗ borgen, da doch im vorigen Jahr 28 Tonuen eingeerndtet worden.

Es hatte ſich im vorigen Jahr D. Nicolaus Junge, Carſten Junge zu Schlichten Sohn, auf dem zu Itzehoe von den Koͤnigl. Raͤthen gehaltenen Land⸗ Tage ſolchergeſtalt meritirt gemacht, daß er auf Ihro Koͤnigl. Majeſt. von Daͤn⸗ nemarck hohe Kecommendation von Ihro Hochfuͤrſtl. Durchl. zu Schleßwig⸗ Hollſtein, zu Dero Vice⸗Cautzler gnaͤdigſt ernannt worden; Welcher Fun- Kcion er auch mit groͤſten Ruhm bis an ſein Ende vorgeſtanden, wiewol er in den Verdacht des Calvinismi bey der Geiſtlichkeit bald gerathen ſollen, weil er zu Heidelberg in Doctorem promoviret hatte. Er hat Johannis Kuhlemanns, Fuͤrſtl. Raths und Secretarii, Tochter im Ehe⸗Bette gehabt, und wie ſelbige im Kind⸗Bette geſtorben, hat er Ao. 1599 Oke Haſſens von Gaikebull, aus dem Nordſtrand(der Canonicus in Hamburg geweſen) Stief⸗Tochter, wieder geheyrathet.

Anno 1597, um Oſtern, iſt auf gnaͤdigſten Befehl Hertzog Johann Adolfts denen Predigern in Norder⸗Dithmarſchen das Opus Cimbricum Bi- bliorum trilingium David Wolders, Predigern in Hamburg, zugeſtellet wor⸗ den, ſolche bey denen Kirchen als eine ewige und treue Beylage zu bewahren.

Wie aber dieſes Werck von einigen Predigern durchgeſehen und befunden wor⸗ Ddd 2 den,