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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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8 Allgemeine Beschreibung 1. Theils I. Cap.

Materie die tagliche Ebbe und Fluth mit sich bringet, und auswirfft, sich dazwi⸗ schen gesetzet, und verhöhet. Auch findet man dessen ein Zeugniß in den blancken Moor in Neuenkirchen, welches von England oder der Gegend durch einen ge⸗ waltsahmen Sturm 1 und sich dieser Gegend auf den guten Marsch⸗Bo⸗ den wieder niedergelassen haben soll; wie man solches nach abgegrabenen Torf oder Mohr zur Gnüge sehen kan, und von denen Benachbahrten wie⸗ derum zu gut Bauland geschickt gemacht wird.

Der Erste Theil.

Das erste Capittel.

Allgemeine Beschreibung des Landes Dithmarschen.

ithmarschen wie es zwischen der yder und West⸗See die äusserste Grän⸗

tze des Landes Sachsen ist, so hat man es in denen alten Zeiten unter

allgemeinen Nahmen die Nord albingia, die zu Norden der Elbe lie⸗ gende, mit begriffen, wie solches Helmoldus und Cranzius bezeugen, welchen Adamus in Hist: Eccl: beystimmet: Transalbianorum Saxonum populi primi ad Oecanum Thiatmarsgoi& eorum Ecclesia Mildinthorp, secundi Hol- tzati, tertii& qui nobiliores Sturmarii&c. und Hertzog Magnus zu Sachsen saget zu Fürst Butue in Wenden: Dabo tibi Bardos, Sturmarios, Holtzatos atque Thetmaschios&c.

Situs. Es lieget der Breite des Erdbodens nach, oder lecundum latitudi⸗ nem im 54 Grad. und secundum longitudinem oder der Länge nach in 42 Grad: und 15 Minuten, wird also der längste Tag hier in Dithmar⸗

schen auf 17 Stunden weniger 4 Minuten gerechnet. Gräntzen. Die Gräntze des Landes Dithmarschen ist nach dem Süden die El⸗ be, welche sich hinunter in die West-See ergiesset und scheidet Dithmarschen von den benachbahrten Ländern Keding, Hadeln ꝛc. zu Westen ergiesset sich auch in die West⸗See die Eyder, welcher Strohm Dithmarschen von Norden bis ins Osten von den benachbahrten Völckern scheidet, als Eyder⸗ steter,