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Anton Viethens, Hochfürstl. Schleßwig-Holsteinischen Cammer-Assessoris, Beschreibung und Geschichte des Landes Dithmarschen, oder Geographische, Politische und Historische Nachricht vom bemeldten Lande. : Aus bewehrten gedruckten und ungedruckten Urkunden verfasset, ; nebst einer Special-Carte, unterschiedlichen Kupferstichen und einer Vorrede Hn. Jo. Alberti Fabricii, D. und Prof. Publ. in Hamburg
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2 Von dein Uhesprung und

sen, vorzustellen. Daß ich sie aber von ano in einer Genealogischen Linie ab⸗ rechnen, und unsere Dithmarscher zu solche Helden machen solte, die Cerebro otio⸗ sorum hominun, obstetricante Pseudo. Beroso gezeuget, wie Joh: Mollerus a) schrei⸗ bet, wäre vielen Zweifel, und noch mehreren Irrthümern unterworffen. Denn alle Geschicht⸗Schreiber müssen ja die Ungewißheit derer uhralten Geschichte ber bekennen, daß sie mit ungewissen Gründen bey deren Ergrüblung umgehen, da sie keine gewisse Vorgänger haben, die sie auf dem rechten Wege führen mö⸗ gen. Denen Inheimischen Nachrichten zu folgen, stehet nicht wohl zu trauen, weil die Teutsche die wahren Geschichte allemahl mit fietionibus poeticis vermenget, und die Schreib⸗Kunst allererst mit dem Christenthum in diese Länder kommen. Von denen Griechen und Römern wird man sich auch wenig Trostes erholen, da wir ihnen allererst so gar spät bekandt worden. Solchemnach ist wohl die sicherste Meinung, daß man unsere Dithmarscher uhrsprünglich unter die alten Sachsen zehle, als welche nach Crantzii b) Bericht ihren ersten Sitz bis in das äusserste von Jütland gehabt, oder wie der e) sehr gründlich schreibet, wenn er uns lehret; wo man den uhrältesten Sitz der ersten Sachsen suchen soll: nemlich unter den 61 und 62 Grad latit: und 34 Grad long: an dem Oestlichen Strich des Gebürges, so Norwegen und Schweden von einander scheidet; von dannen, daß sie sich in andere Länder und also auch hiesiger Orten ausgebreitet, vernünfftig zu schliessen ist.

Und diese Sachsen sind deñ auch ferner berühmte Celtische Völcker, welche entweder Nordwerts durch die Tartarey, Moscau und so ferner, oder Südwerts durch Cappadocien, Phrygien, Griechenland, Illyrien in diese Teutsche Provin⸗ cien gekommen, und fast gantz Europa besetzet und eingenommen, wie Cluverus d) bewiesen; welchem Rodericus Toletanus beytritt, weñ er schreibet: Teutonia. Dacia, Norveg ia, Suecia, Hundria Anglia unicam habent linguam, licet Idiomati- us dignoscantur, per hanc linguam non alia intelligitur quam lingua Celtica, und Freinsheimius in Indice ad Curtium erweiset, daß die Celten, welche an Ale-

Xandrum M. eine Gesandschafft abgefertiget, keine andere als unsere Vorfah⸗ ren, die Teutsche, gewesen, wie denn auch schon Ptolomæus die eee den acken

2) In Isag: Chersonnesi Cimbricæ P. I. p. 14. v) Crantz fus Saxoniæ L. I. c. 2.& f. 4) P. I. Atlanticæ c. 9. a

4) Germ antiq: J. 1. c. 5. 6. 7.

+̈IVIV)d.

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