Vorrede.
Was sonsten von Dithmarschen durch die Drucke⸗ rey gemein gemacht worden ist, bestehet nur entweder in einer Lobschrifft, als die ein junger Petrus Nannius(von dem bekandten Petro Nannio Alcmariano gantz unter⸗ schieden) zu Rostock A. 1622 in Lateinischer Sprache herausgegeben: oder es betrifft gewisse grosse Bege⸗ benheiten, als wie vor wenig Jahren Herr Mauritius Cramer Prediger in Marne das bekehrte Dithmarschen
ans Licht gestellet hat, gedruckt zu Glückstadt 1699. 8.
da er als in einer Predigt kürtzlich handelt von der Wie⸗ derbringung der Evangelischen Warheit in Deutschland, und sonderlich in Dithmarschen. Für andern ist der merckwürdige Krieg Anno 1559. darinn die Dithmar⸗ scher ihre Freyheit verlohren, von mehr als einer Feder sehr wohl und umständlich beschrieben worden, in gebun⸗ dener und ungebundener Rede. Die vornehmste Schrift davon sind wohl die zwey Bücher de bello Dithmarsico, welche xateinisch unter dem Nahmen Christiani Cilicii ei⸗ nes Hollsteiners/ im Jahr 1569 von ihm dem vortreflichẽ Hrn. und Grafen Henrich Rantzow als seinem Patron, dessen Domestique er gewesen, dediciret, und gedruckt Basel 15 7 o. zu Straßburg 1 5 74. 8. wie auch in Franckfürth 1 5. und zu Ende des Alberti Crantaii Bücher von Dännemarck, Schweden und Nor⸗ wegen. 1583. fol. Diesen Herrn, von Rantzau, als einen sehr gelehrten Herrn: muß man nach sei⸗ nem eigenen Zeugniß lieber für den wahren Urheber
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