Vorrede.
muß sich fast wundern, was für eine Menge von allerley Geschichtschreibern sich findet, allein die Sachsen, die Schlesien, Brandenburg, Pfaltz, die Lüneburg, Meck⸗ lenburg/Hollstein, Beyern und Würtenberg, auch abson⸗ derlich welche die Schweitz aufzuweisen hat. Nur von Dithmarschen finden sich gar wenige die sich hätten ange⸗ legen seyn lassen eine ausfuhrliche Beschreibung davon zu verfertigen, und die Geschichte desselben von den alten und neuern Zeiten auf eine zuverläßige Weise und in gehöriger Ordnung zu verfassen. Ausser der kurtzen, aber guten Nachricht die in des berühmten Caspar Danckwerths belobten Beschreibung von Hollstein f) nebst den vier Land⸗Charten Joh. Meiers, die auch Joh. Blaeu seinem kostbahren Atlas einverleibet hat, weiß ich keinen, dessen Werck gedruckt vorhanden, als des M. Antoni: Heimreich Walters Chronicke von Oithmarschen, in drey Büchern, die zu Schleßwig 1683. 12. heraus⸗ gekommen, und in den Buchläden schon längst, wie auch in vielen Bibliothequen vergebens gesuchet wird. Es ist eben dieser Antonius, der in des seel. Hrn. Menckens Verzeichniß der Geschichtschreiber, Antonius Heinrich genennet wird, allwo er desselben Nord⸗Fresische Chroni⸗ cke von denen dem Schleßwigschen Hertzogthum incor⸗ porirten Frestschen Landen erwehnet, welche gedruckt worden zu Schleßwig 1668. 4. 3 as
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) pag. 289. seq.


