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ist das absolute Wesen an sich, das Ewige, un⸗ vergänglich Wahre, welches den unveränderlichen, höchsten Begriff aller Dinge ausmacht.
Blicken wir nun, in Bezug zu dieser unse— rer unmaßgeblichen Ansicht, auf die besprochenen ösentlichen Vorlesungen zurück: so ist zwar mit ihnen fur die Betrachtung des Einzelnen und Thatsächlichen in ihrer specifischen Eigenthüm⸗ lichker für alle Zweige der Naturwissenschaften recht vel gewonnen worden; weit weniger aber vermögen wir aus ihnen zu reflectiren, zu resu⸗ miren und theoretische Ansichten als Resultate herauszuheben, welche wir etwa als ein Erwor— benes zurückugen könnten für eine solche künftige Theorie, wie vir sie vorhin angegeben, und wie sie für das geneinsame Band der Naturwissen— schaften durchaus nothwendig ist; woher denn auch für das eche, auf gebildetem Geiste beruhende Naturfudium, für die sogenannte physische Philosophe, als deren Pflegemutter wir schon im Anfarge dieses Berichts die allge⸗ meine Physiologie Her Biologie angesehen ha— ben, nichts Erheblichs hervorgegangen ist. Wir gehen nun einmal von dem Leben in uns aus, um das nämliche aufer uns zu begreifen. Die Natur selbst, als Ganzes, hat in ihrem Schöpfer ein Jenseits; in sich ist sie nur das allgemeine Lebenz daher der Naturforscher, unseres Erachtens, eigeitlich nur das Leben der Welt, seine Aeußerungn, die Kräfte und die materiellen Darstellungen derselben, die besondern Körper studirt und das allgemeine Leben über— all als ein besonderes aufaßt. Hierin scheinen


