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da dem Gefühle der Decenz etwas zu nahe trat und auch in ihrer gedehnten Länge die Aufmerk⸗ samkeit der Zuhörer über Gebühr in Anspruch nahm: so muß sie doch für Jedermann von In— teresse gewesen sein, indem seine angestellte große Reihe von Versuchen, mit unterbliebener, künst— licher, modificirter und surrogirter Bestäubung der Pflanzen, die bisherigen Ansichten über die Zwitterarten in diesem Reiche sehr in Schatten u stellen sucht. Besonders verdienen die auf— 2 5— Versuche bei künstlicher und künstlich verhinderter Bestäubung(durch Abschneidung des Pistills) die weitere Aufmerksamkeit unserer botanischen Welt. Da indessen die erzählten Versuche unter den Anwesenden nur wenig Glau— ben gefunden haben: so fordert es das Interesse des Anstellers, daß er dieselben im Beisein an⸗ derer Botaniker wiederhole, nachdem er versäumt hatte, dieses vor seiner Mittheilung in der Ver— sammlung der meisten Naturforscher Deutsch— lands zu thun, wie es die Klugheit geboten hätte.
Privatdocent Dr. Göppert, von dersel— ben Universität, theilte auch recht sinnreiche Ver— suche über die Einwirkung der Blausäure, des Kamphers und der narkotischen Gifte auf die Pflanzen mit; und wenn schon diese Vorlesung in die engern Schranken der botanischen Section zu verweisen gewesen wäre, so war es doch an⸗ genehm, auf diesem Wege zu erfahren, daß ei⸗ nige unserer gallischen Nachbarn in wahrem Ernste bemüht sind, Nervensysteme im Pflan⸗ zenreiche aufzusuchen.


