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werden in besondern Kaufläden oder Apotheken verkauft. Arzneyen für viele Krankheiten läßt man ohne Verschreibung eines Arztes ab, um desto mehr, da die chinesische Arzney— kunde gemeiniglich Kräuter und andere Naturerzeugnisse in ihrer einfachen Gestalt als Hülfsmittel anwendet. Zuweilen bereiten sie auch Pillen aus heilsamen Wurzeln. Ein be— sonderes Vertrauen haben auch die Chineser auf die wunder— volle Wirkung der Wurzel Shingscheng, welche die Lebenskräfte unterstützt, die erschöpften wieder erneuert, und — wie man sagt— Alte wieder jung macht. Arme Leute müssen dieser Labung entbehren. Ein Solotnik*) von huangdun'schen, d. i. manshurischer Shingscheng, kostet 280 Rubel; die koreische ist von geringerer Güte, und da— her ungleich wohlfeiler.
Eine bequeme und schnelle Communication in der Stadt wird durch eine große Anzahl Miethkutscher befördert. Auf jeder Stelle, wo sich zwey Straßen kreuzen, bey jeder Brücke findet man kleine bedeckte Wagen mit zwey Rädern stehen, die mit Atlaß und Sammt aufgestutzt sind. An diese spannt man Maulthiere oder Pferde, aber hauptsächlich die ersteren, als ein sehr starkes und schnelles Thier zum Fahren. Die Großen, und besonders vornehme Damen, bedienen sich der Tragsänften; doch müssen sie hierzu vorher die Erlaubniß des Kaisers erhalten. Beamte ziehen das teiten allem andern vor, welches auch, wegen der unglei— chen Oberfläche der Straßen in Pekin, und des Gedränges halben, weit schneller und bequemer zum Fortkommen ist, wie ich selbst es erfahren habe. In Pekin giebt es viel solche Beamte, welche eigne Equipagen und Reitpferde
) D. i. J des russischen Pfundes, oder 2 oder fast Loth nach Leipz. Gewicht. A. d. Ul.
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