Teil eines Werkes 
2 (1825) Aufenthalt in Pekin
Entstehung
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Eigenschaft bey unsern Studenten gewesen war, angekom men sey. Bey ihm hatten vorher die Herren Kamenski, Lipowzow und Nowoßelow gelernt. Der Alte benahm sich freundlich gegen seine neuen Schüler. Der Pater Peter er klärte mir bey dieser Gelegenheit, unter andern, die un umgängliche Nothwendigkeit der Einrichtung, daß unsere aus Pekin zurückkehrenden Studenten den Neuangekomme nen belehrende Anweisungen, zur leichtern Erlernung der chi nesischen und manshurischen Sprache, geben möchten, und besonders der erstern, die uns noch nicht in dem Grade be kannt sey, wie wir es mit Recht wünschen und sogar auch erwarten sollten.

Die geistlichen Mitglieder der neuen Mission beschäf tigten sich heute, von der vorigen die Kirchengewänder, Kirchengeräthe u. s. w. zu übernehmen. Es sind, zwey mahl zu wechseln, schöne und reiche Kirchengewänder da; aber es zeigten sich auch viele alte abgenutzte. Für die Pracht der Kirche, und selbst für die Würde des russischen Nahmens, ist es sehr wünschenswerth, daß die hiesige Kirche mit einem neuen Ikonostas) im besten Ge schmacke verziert werde; der gegenwärtige ist sehr veraltet. Ueberdieß sind einige Bilder von einem chinesischen Mahler, auf eine unpassend N in ihrer(der chinesischen) Volks tracht dargestellt worden**). Im Altare hinter dem heili

*) Das ist in russischen und griechischen Kirchen die mit Heili genbildern verzierte Scheidewand zwischen dem Allerheiligsten und dem übrigen Theile der Kirche. Das Vort selbst ist griechisch: ασοννοννο, wörtlich: Bilderstand, Bilderstellung.

A. d. U.

**) Der Ordensgeistliche Feodosi(Theodosius) Ssnorshewski, der in Pekin von 1745 an auf 55 Jahre lebte, bemerkt, in seinen Schriften über die pekin'sche Mission, diesen Gegenstand be tre dend folgendes:die Bilder an hiesiger Stelle sind aus Trbolsk gebracht, und in Kiew gemahlt; die übrigen haben