Teil eines Werkes 
2 (1825) Aufenthalt in Pekin
Entstehung
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große Reichthümer aufgehäuft zu haben. Die strengste Be strafung eines schuldig befundenen und überwiesenen Vor gängers hält seine Nachfolger nicht im geringsten ab, durch dieselben Mittel ihre Habsucht zu sättigen.

Den 5. Dec.(17. Dec. N. St.) Gestern schon, ge⸗ gen 6 Uhr des Abends, hatte sich ein so heftiger Sturm erhoben, daß Baumäste in großen Stücken in der Luft fort getrieben wurden. Er dauerte bis heute Abends 7 Uhr, und hatte eine westliche Richtung.

Am Morgen sagte mir der Pat. Archimandrit Peter, sich auf die Berichte der Mitglieder der vorigen Mission stützend, daß das Dach der Kirche zur Reinigung Marlä in unserm Kloster schon verfallen seyh; aber die Mauern dieses Gebäudes sind vollkommen fest, ungeachtet eines Risses auf der südöstlichen Ecke, der von unten an bis ganz oben hinauf durch Erdstöße verursacht worden, die in den Jahren 1737 und 38 unter der Regierung des Kaisers Jundshen sich ereignet hatten. Die hier in der albasinischen Slobode (Vorstadt) bestehende russische Kirche ist hernach wieder neu gebaut worden. Von diesem Erdbeben litt Peking unge mein. In seinen Umgebungen sieht man auch bis jetzt noch Spuren dieser traurigen Begebenheit. Man kann nicht um hin sich zu verwundern, daß es auf dem festen Lande von China gar keine feuerspeyenden Berge giebt, ausgenommen die am Seeufer liegenden Gegenden der Manshurey, die der östliche Ocean bespült, auf dessen Inseln bekanntlich sich viele Bulkane befinden.

Endlich enthüllten sich die Ursachen, weswegen man unsere neue Mission länger als gewöhnlich in Urga und Chalgan aufgehalten hatte. Die Nachricht von dem Able ben des Chuandi Dsäzin hatte man in Urga schon damahls erhalten, als die Mission aus Rußland über die Gränze