Teil eines Werkes 
2 (1825) Aufenthalt in Pekin
Entstehung
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Anstalten, und dann heißen diese Huang danpü. Die Sachen werden dort um Is ihres wirklichen Werthes ver pfändet, und nicht länger als auf drey Jahre. Für 1000 Tschech der dargelicehenen Summe, welches eine Lana oder 2 Rubel in Silber nach dem gegenwärtigen Cours aus macht, nehmen die Wucherer monatlich 2 vom Hundert Zinsen von Kleidungsstücken, und 3 vom Hundert von me tallenen und Galanterie-Waaren. Jene erstern müssen un vermeidlich, und vielleicht sehr bald verkauft werden. Es ist zu bedauern, daß einige unserer Landsleute, aus ver schiedenen Beweggründen, zuweilen zu dieser drückenden Hülfe ihre Zuflucht nehmen. Gesetzliche Zinsen sind in China 3 Fun von 1 Lana monatlich; in drey Jahren über steigt der Betrag der Zinsen die dargeliehene Summe. Die Zinsen, die man im gemeinen Leben nimmt sind, wie oben gedacht, die allerdrückendsten, und es giebt wohl kein Reich, wo man mit so viel Kunst die Beamten zu Grunde richtete, die oft bis an den Rand des Verderbens würden gebracht werden, wenn sie nicht es verstünden, durch andere Mittel sich für diese Verluste zu entschädigen.

Während unserer Abwesenheit waren auf dem Gesandt schaftshofe Beamte aus verschiedenen pekinschen Gerichts höfen angekommen, um die Arbeiten zu besehen, die jetzt auf diesem Hofe gemacht worden, und von ihrer Beendi gung dem höchstweisen und höchstheiligen Chuandi, d. i. dem Kaiser, Bericht zu erstatten. Zur Ausbesserung der Gebäude bloß des russischen Gesandtschaftshofes, mit Ausschluß der Klostergebäude, die auf russisch-kaiserliche Kosten unterhalten werden, waren von der chinesischen Re gierung 2200 Lana oder 4400 Rubel in Silber angewiesen. Da aber mehr als die Hälfte dieser Summe, nach dem bey den Chinesern(2) bestehenden Mißbrauche, die Beamten

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