Teil eines Werkes 
2 (1825) Aufenthalt in Pekin
Entstehung
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eine bestimmte Anzahl Exemplare davon an die mongoli schen Fürsten geschickt. Es trägt sich indessen zuweilen zu, daß Beamte aus dem Gefolge dieser Fürsten oder aus der Druckerey des Gerichtshofes das mongolische Gesetzbuch un ter der Hand verkaufen; und darum ist es nicht leicht zu bekommen; sie stellen den Preis dieses Buches auf 50 Ru bel in Silber. Der Pater Jakinf hat einen kurzen Auszug der mongolischen Gesetze aus der chinesischen Sprache übersetzt.

Bey Gelegenheit der Unterredung mit dem Pater Ja kinf über die Gegenstände des Studiums unserer neuen Missionäre, berührten wir auch die tibetische Sprache. Diese Sprache kann man in Pekin bey solchen Lama's er lernen, die in Tibet, und besonders in der Hauptstadt des Dalai-Lama Chlassa(Lassa) Bildung erhalten haben. Dort spricht man die richtigste und sanfteste Mundart da von. Diese Lama's wohnen hier vor der Stadt, in be stimmten Tempeln des Fo, die auf chinesisch Chuan ßi (gelbe Tempel) heißen. Einen solchen Lehrer zu halten kann nicht wohlfeil seyn, sowohl weil es hier an solchen Leuten mangelt, welche die tibetische Sprache gründlich verstehen, als auch wegen der Entfernung dieser Tempel von dem russischen Klosterhofe.

um 3 Uhr Nachmittags fuhr ich mit Hrn. Rasgildejew dem ersten, und in Begleitung des Studenten Simailow in die südliche Vorstadt Pekin's, Wäilotschén, eigent lich die äußere Stadt, genannt. Die ungepflasterten Stra ßen sind sehr kothig. Das Volk bewegt sich in zahlreichen Haufen. Beamte, Kaufleute, Dorfbewohner, Arbeitsleute holten theils uns ein, theils kamen sie uns unaufhörlich entgegen. Alle eilten mit wichtigen Mienen irgend wohin, von irgend einer merkbaren Geschäftigkeit getrieben. Einige

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