Teil eines Werkes 
2 (1825) Aufenthalt in Pekin
Entstehung
Einzelbild herunterladen

in der hintern Wand angebracht, und dienen des Tages 0 zum Sitzen, und in der Nacht als Bette. Uebrigens ha 0 ben vornehme und reiche Chineser auch Bettstellen mit sei denen Vorhängen. Zur Verminderung des Dampfes, der 1 von dem Verbrennen der Kohlen, besonders der Steinkoh ft len, erzeugt wird, stellen sie in den Zimmern marmorne bat Kasten, mit Wasser gefüllt, hin, welches das schädliche ö fat Gas in sich aufnimmt; und um auch dieses unentbehrliche A Geräth in eine Verzierung zu verwandeln, unterhalten sie Goldfischchen*) in diesen Kasten. 101 Die chinesischen Dächer sind zum Theil in Europa be 9 kannt. Sie sind nicht flach, wie die auf den Wohnungen b des warmen Osten, sondern hoch, mit einer großen Ver M tiefung in der Mitte nach innen zu. Die Ränder des Daches 1 ragen über die Mauern des Hauses hervor und sind ein 0 wenig auswärts gekrümmt, doch nicht in solchem Grade, 0 wie man es bey uns auf den Lusthäusern macht. Nach der 9 Bemerkung Einiger erinnern diese Dächer durch diese Ge 1 stalt an die Wohnung der frühern Urbewohner, das heißt, 1 an die Zeiten des Nomadenvolks. Alle Gebäude sind mit 1 Ziegeln gedeckt, die bisweilen mit einer Glasur von grü 0 ner, rother oder gelber Farbe überzogen sind. Hier giebt fs es indessen für alles Regeln: und nach diesen dürfen nur f die kaiserlichen Gebäude und die Tempel mit gelben Ziegeln l gedeckt sehn; die Häuser großer Fürsten mit grünen; die ö 1 0 u *) Ma ltebrün nimmt an, daß der Goldfisch da dorade) aus 6 einem See komme, der am Fuße des hohen Berges Täng N dsin, in der Nähe der Stadt Oshanchu in der chinesischen Stadt i

halterschaft Oshedsän, liegt; von da werde er in die andern Gebiete China's und dann nach Japan ausgeführt. Ungefähr um f das Jahr 1611 ist dieser Fisch zum erstenmahle nach England en gebracht worden. Precis de la Géographie universelle, III, 515. 0

NN M