Teil eines Werkes 
1 (1825) Reise nach Pekin
Entstehung
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in einem Augenblicke, durch eine unbegreifliche Macht, in ein Reich versetzt, das den Gegenstand unsrer frühen Wißbegierde und dunkler Vermuthungen ausmachte. Jeder von uns blickte mit einem Gefühle der Freude und des Staunens auf diese ausgezackten Mauern, deren Alter in tiefes Dun kel gehüllt ist.

Auf der nördlichen Seite sieht man die rothen Mauern der Tempel des Fo. Nahe bey diesen Oertern kamen wir zufallig zu der Begräbnißfeyerlichkeit irgend eines reichen Chinesers. Nach einem Wege von 3 Wersten auf dem Felde kamen wir an den russischen Todtenacker, wo die in Pekin sterbenden Mitglieder unserer Mission begraben wer den. Hierher kam aus der Stadt auch der Boschko Urgen tai. Wir begrüßten den Staub unsrer Landsleute und reisten dann weiter.

Eine Werste weit von dem Todtenacker zog endlich die Mission in die Hauptstadt China's, durch ein Thor, An dinmün genannt, in feyerlichem Aufzuge ein. Zwey Werste zogen wir einher unter großem Zusammenfluß neugieriger Chineser, gerade durch die andinmünsche Gasse, dann unge fähr eine halbe Werste weiter gegen Osten durch eine Neben gasse. Aus dieser Nebengasse ging der Zug wieder gegen Süden auf der Straße Dafoßa 3 Werste bis zu der hölzer nen Triumphpforte. Aus dieser gingen wir rechts, durch die Straße Tschanän, bey einem schamanischen Tempel der Manshuren zur Linken und dem Gerichtshofe der auswärti gen Angelegenheiten zur Rechten vorbey, bis zu der mar mornen Brücke(Beizäo), die über den Kanal oder das Flüß⸗ chen Ju iche geht. Wir gingen über diese Brücke hinüber, ließen die Thore des Hofes zur Rechten und zogen ungefähr eine Werste südlich am Kanale hinunter; bey der Brücke Dshun Juichezäd, wendeten wir uns gegen Westen in die