minalprocesses in Pekin aufgehalten worden wären; aber bey der Thronbesteigung des neuen Bogdochans hätten sie Ver— zeihung erhalten, und kehrten nun in ihre Nomadenwoh— nungen zurück. Heute sahen wir auch ungefähr 50 mon— golische Kameele, die aus Chalgan nach Pekin mit Butter für den Hof gingen; an den vorangehenden Kameelen hing an einem Stocke ein Stück von gelbem Zeuge in Gestalt einer Fahne.
Nachdem die Mission in Zinche angekommen war, nahm sie einen von den Gasthöfen ein, der für diesen Fall, auf Anordnung des Bitcheschi, vorbereitet war.
Hier kam zu dem Vorsteher der Mission ein von Jesuiten getaufter Chineser Chandsiu, der ihm aus Pekin entgegen gereist war. Dieser Chineser ist seines Handwerks ein Ofensetzer, der nach seinem Vater dieses Amt bey dem rus— sischen Klosterhofe versah. Er war auch schon vorher unserm Archimandriten bekannt, zu der Zeit, da dieser als Student 1795 und 1808 bey der Mission gewesen war.
Der Bitcheschi schickte am Abend seinen Dolmetscher zu mir, um sich zu erkundigen, ob wir keine Zobel zu verkau— fen hätten; denn die von uns zum Geschenk erhaltenen reich- ten für ihn nicht zu einer kurzen Kurma hin. Da ich ganz und gar nichts Verkäufliches mit mir hatte, und auch auf der andern Seite mich nicht gar zu sehr geneigt zeigen wollte, solche Anträge, die etwas anders sagen wollten als sie lau— teten, zu enträthseln, schickte ich den Dolmetscher mit der Antwort zurück, dem Herrn Bitcheschi wären schon von den Russen bedeutende Gefälligkeiten erwiesen worden, und des— wegen überließe ich es ihm, in Pekin selbst für seine Klei— dung zu sorgen.


