Teil eines Werkes 
1 (1825) Reise nach Pekin
Entstehung
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5 in Einer Nacht ein Kloster zu bauen, und werde denjenigen f zum Gemahl erwählen, der in eben der Zeit über den nahe ein vorbeyfließenden Fluß eine steinerne Brücke bauen würde. 1 Ihre Freyer, die die Unmöglichkeit dieses Unternehmens l fühlten, gaben ihre Hoffnungen auf, und jeder kehrte wieder in fuft sein Land zurück. Ein Fremder ging diese Bedingung ein. fun Die Dame und ihr Bräutigam schritten zur Ausführung ihres 1 Gelübdes zu derselben Zeit, und die erstere vollendete ihren Nach Bau vor Anbruch des Tages. Als die Sonne aufgegangen fl

war, sah sie vom Berge herab, daß der Fremde nur die Säulen der Brücke gebaut hatte, und daher erklärte sie sich

ihres gegebenen Wortes entbunden. Der unglückliche Lieb 4 haber entfernte sich in sein Land, und die Dame verlebte ihre 11 übrigen Tage in diesem Kloster. Jedes Volk hat seine 0 eignen Phantasien, nach eignem Geschmacke. Fast in jedem a Zeitalter finden wir auffallende Beyspiele eines festen und Rachnt entschlossenen Geistes bey dem schönen Geschlecht. d din Dem gedachten Berge gegenüber sahen wir wirklich einige Gene steinerne viereckige Säulen; aber aber ihre eigentliche Be alla stimmung ist nicht bekannt. Man sagt, die chinesische Re hotl gierung habe, um den Umweg von der Festung Dsim in- i 0 ai nach Siuangchua längs der Krümmungen des Flusses Jan Mitt abzukürzen, sich bemüht, dem Berge Dsimin gegenüber, eine in En steinerne Brücke bauen zu lassen, um eine gerade Straße zu ä führen. Es scheint, der sandige Grund und die sich weit 5 ergießenden Ueberschwemmungen dieses Flusses haben die 9 0 Ausführung dieses Unternehmens gehindert. 1 5 Den 26. Nov.(8. Dec. N. St.)) wüthete die ganze 8 Nacht ein Sturm. Der Bergwind führte mit Geheul große 15 Haufen Sand auf den Hof und stieß heftig gegen das Pa 5 pier, womit gewöhnlich in China die Fenster in allen Häu 9 A

ern, selbst sogar in den kaiserlichen Palästen, beklebt find.