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räumigen russischen Hofe*), wovon derjenige Theil, der der Gesandtschaftshof heißt, von der chinesischen Regierung erhalten wird, die Klostergebäude aber auf Rechnung der russischen. Die Mitglieder der Mission werden nach Pekin auf zehn Jahre ungefähr geschickt. Nach deren Verlauf aber werden sie durch neue ersetzt. Der langdauernde Brief— wechsel darüber zwischen dem Ministerium der auswärtigen Angelegenheiten, im Nahmen des dirigirenden Senats, und dem Pekinschen Gerichtshofe der auswärtigen Angelegen— heiten, ist die Ursache, daß unsere Missionen dort zehn und mehr Jahre sich aufhalten.
Dem zufolge wurde den Verbindungen Rußlands mit dem chinesischen Reiche gemäß im Jahre 1819. in St. Peters— burg eine Mission bestimmt, um die, welche sich seit dem 10. Januar 1808. dort befand, zu ersetzen. Im Februar 1820. kamen die neuen Mitglieder in Irkutsk an. Im Juli trafen sie in der troitzkosawskischen Festung ein, die mehr unter dem Nahmen Kiachta bekannt ist, und hielt sich dort bereit, nach dem Vorschlage der allerhöchsten Regierung, in Zeit eines Monats, über die Gränze zu gehen. Von diesem leztern Umstande gab der sibirische General-Gou— verneur, Geh. Rath und Ritter Michailo Michailowitsch Speranski, noch im Mai, im Nahmen des Gouverneurs der Stadt Irkutsk, den Gränz-Directoren der chinesischen Angelegenheiten, dem hauptdirigirenden Dsünwan*) Für—
„) S. den bei diesem Theile befindlichen Grundriß des russi— schen Klosters und Gesandtschaftshofes in Pekin. A. d. V.
**) Der Verf. schreibt Zsünwan und führt verschiedene Gründe für diese Schreibart an; so wie auch dafür, daß er den chinesischen Laut dsch(genauer durch die beiden französischen Laute dq oder das italienische 8 bezeichnet) durch tschsh aus— druckt. Da aber die deutschen Laute ds und dsch dem Deut—


