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ganz öde dargestellt; Berge und Flüsse sind entweder nicht alle, oder in falscher Richtung, oder auch mit unrichtigen Benennungen angegeben. Ich sage dieses übrigens nur von den Orten, die ich selbst sah. Die Worte Gobi(unrichtig Cobi, Kobi), oder Schamo, auf mongolisch und chinesisch Benennungen eines san— digen Striches, der die Mongoley von Osten nach Westen durchschneidet, werden auf jenen Charten als die einzigen Merkwürdigkeiten dieser Gegend darge— stellt. Mit der Charte Asiens von Brüé, Paris 1814, in den Händen, den Blick auf den Kompaß gerichtet, und nach einer richtig gehenden Uhr den Gang der beladenen Kameele berechnend, der immer sich gleich bleibt und selten von einer Station zur andern unterbrochen wird, bezeichnete ich die Entfer— nung der Oerter, indem ich die genaueren Umstände im Reisetagebuche niederschrieb. Zu Benennungen der Berge, Flüsse, Gegenden u. s. w. nahm ich diejeni— gen an, die bey den Einwohnern dieser Oerter im Gebrauche sind. Nach diesen Grundsätzen ist, nach
meiner Rückkehr ins Vaterland, unter meiner Anlei- tung die erwähnte Charte entworfen worden, einzig
nur zur Erklärung unseres Weges. Ich wünsche, und wer wird es nicht wünschen, daß in diese Wüsten, und selbst nach China ein sachkundiger, aufmerksamer Topograph vordringe, und dieses Land in seiner wah—
ren Gestalt darstelle. Aber die Erfüllung solcher Er—
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