Teil eines Werkes 
Theil 1, Specielle Landwirthschaft : Bd. 2 (1821) Viehzucht
Entstehung
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gehindert zu werden. Ueberhaupt ist es fur ihn nur da besonders rathsam, wo Gelegenheit ist, die Füllen bis zum zten Jahre auf eine gute Weide zu bringen, sonst selten. In diesem Fall können von 6 Pferden immer jahrlich zwei Füllen sehr gut gezogen werden, und der Landwirth wird wenig dadurch genirt, wenn er es so einrichtet, daß die Füllen im Januar oder Februar an⸗ kommen, wo gewöhnlich die Pferde weniger gebraucht werden. Sind die Füllen einmal 2 Monate alt, dann können sie, wenn die Pferde keine weiten Reisen zu ma chen haben, bequem mit den arbeitenden Müttern aus⸗ gehen. Kann aber der Landwirth die Stuten sammt den Füllen, 3 bis 4 Monate auf die Weide gehen lassen, so wird er immer besser thun, so zu verfahren.

Anmerk. Ich bin nicht der Meinung einiger Landwirthe, welche das eigene Anziehen der Füllen ganz verwerfen, sondern glaube vielmehr, daß es in vielen Fällen sehr nützlich seyn kann. Viele Bauern in Thüringen ziehen auf diefe Art, ob hier gleich die Pferde mehr, als in ir gend einer Gegend arbeiten müssen, sehr schöne Füllen. Ueberhaupt scheint ein mäßiger Gebrauch der Muüͤtterstu ten, während der Trächtigkeit, mehr nützlich, als schädlich zu seyn, und es ist keineswegs erwiesen, daß von mussi⸗ gen Stuten kräftigere Füllen in den eigentlichen Stute

3 fallen, als von arbeitenden.

§. 300. Aufzucht der Füllen.

Schon von der zweckmäßigen Wartung und Be handlung der säugenden Mutter hängt zum Theil das gute Gedeihen des Füllens ab. Sie darf dahe nie übernommen, zu sehr in Schweiß gesetzt, oder muß

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