136 r
Den zweiten Plaz des landwirthschaftlichen Nuz— viehes nehmen die Schweine ein. Hievon werden 6 bis 8 Mutterschweine gehalten; die erzielten jungen Schweine gemästet, gewöhnlich aber mager an Treiber verkauft. Im Durchschnitte hat die Schweinzucht bisher über 500 fl. jährlich abgeworfen.
Die Nahrung der Schweine besteht ausser den Scheuerabfällen, im Winter aus gekochten Rüben, Dorschen, Runkeln und Kartoffeln mit abgeschöpfter Gerste aus dem Bräuhause vermengt, im Sommer aus Klee, grünen Wicken und etwas Getreid. Die jungen Schweine erhalten Getränke von schwarzem Mehl, Boh— nen- und Getreidschrott, und wenn sie etwas herange— wachsen sind, ebenfalls gekochte Wurzel- und Knollen— gewächse. Bemerkenswerth ist es, daß auch diese Thiere ungeachtet der bestehenden Zuzucht beinahe das ganze Jahr im Stalle leben müssen, indem sie nur einige Mo— nate im Herbste auf die abgeräumten Felder getrieben werden können. Sie befinden sich aber hiebei wohl; von epidemischer Krankheit habe ich nicht einen einzigen Fall gehabt; und die Mutterschweine bleiben eben so fruchtbar wie bei dem Weidegange, da auf 1 Stück der— selben immer 9 bis 10 Ferkel im Durchschnitte gefal— len sind.
Schafe, diese so schäzbaren Theile des landwirth— schaftlichen Gewerbes, hat die königliche Administration noch nicht; es ist aber zu wünschen und zu hoffen, daß diese Lücke durch Einführung einer Heerde aus der edeln spanischen Race der Merinos ausgefüllt, und dem


