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Nachrichten über die Königliche Landwirthschafts-Schule in Weihenstephan und über das dort eingeführte Thaersche Ackersystem : mit einem Plan / hrsg. von Max Schönleutner
Entstehung
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1 Mezen Haber, und auf 48 bis 60 Pfund Heu. Un⸗ geachtet die Zahl der Pferde im Vergleiche mit jener welche zu Klosterszeiten gehalten wurde, merklich sich minderte, die Arbeiten sich aber mehrten, und das Bei⸗ führen des Holzes in den Wintermonaten beinahe aus schliessend auf die Pferde fällt; so befinden sich diese Thiere doch in einem vorzüglichen Zustande von Kraft und guten äusserem Ansehen, was den Klosterpferden immer zu fehlen pflegte. Mag nicht wohl untreue Verwendung des erhaltenen Futters hieran Schuld gewesen seyn?

Zur Besorgung der Pferde ist für jedes Gespann ein eigener Knecht angestellt; dieser füttert und wartet sie und macht die Fuhren welche zur Bespannung 4 Pferde erfodern. Ein eigener Stallknecht besorgt die Reini gung des Stalles, das Vorgeben des Heues und die übrigen häuslichen Angelegenheiten; im Sommer besorgt derselbe zugleich den Bedarf an Klee und Wicken für das Nuzvieh und die Ochsen.

Im Felde werden jedem Pfluge nur zwei Pferde vorgespannt; die fehlenden Arbeiter werden durch Tag⸗ löyner ersezt. Zu jeder Egge welche bei Pifangen zwei abgesdnderte und unter sich mit kleinen Ketten verbun dene Stücke sind, braucht man ebenfalls nur zwei Pferde. Wie viel Arbeitsvieh zur Bespannung der Brachwerkzeuge nothwendig ist, wurde bereits oben an⸗ gegeben. Die Kartoffelschaufel, so wie die Kartoffel hacke, welche nur 1 Pferd zur Bespannung bedürfen, be⸗ arbeitet jedes im Tage 3 Morgen ohne Naühe. Die