Erster Abschnitt.
Weihenstephan als Schule betrachtet.
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Schon seit vielen Jahren bestand in Baiern eine eigene theoretische Lehranstalt in dem Fache der Forst⸗ wissenschaft, welche ihren Sitz in der königlichen Re⸗ sidenzstadt München hatte. Mit den ndthigen Lehrern sowohl über die Haupt- als über die Nebenfächer versehen, traten aus ihrer Mitte viele geschickte junge Männer hervor, welche an ihrer vollendeten Ausbil— dung nur den einzigen Wunsch übrig ließen, eine gleich geschickte Bildung im Fache der ausübenden Landwirthschaft erhalten zu haben. Das kbönigli⸗ che Ministerium, dessen Scharfblicken nichts entgeht, was auf Staatswohl und Volksbildung Bezug hat, sah nicht so bald diesen wesentlichen Man⸗ gel an dem bestehenden theoretischen Forstlehrinsti⸗ tute, als dasselbe eben so bald auf Abhülfe bedacht war, demselben eine neue, in allen seinen Theilen er⸗ schöpfende Organisation gab, und solches in ein Lokal versezte, wo mit der Theorie die nicht leicht zu tren— nende Praktik in schwesterlicher Eintracht fortschreiten konnte.
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