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In Betreff der Säugthiere und Vögel ist es sehr
wabrscheinlich, dafs die Veränderung der Farbe,
welche viele von denen, die den Norden bewohnen,
im Winter.erleiden, nicht bey allen von dem ver-
minderten Einflusse des Lichts, sondern bey man- chen auch von Mangel an Nahrung herrührt.. Man weils sicher,. sagt der jüngere Gmerın(g), dafs T'hiere, welche hungern müssen,'das beste Pelz- werk geben. Die Siberischen Tartaren nehmen die Füchse aus ihren Gruben, entziehen ihnen die Nahrung, und ihr Fell verbessert sich. So lange der Wolf genug zu fressen hat, werden seine Haa- re weder schön, noch weils.‘ Einige gefräfsige Raubvögel bekommen dichte und weisse Federn, wenn ihnen im Winter kleine Vögel fehlen; hinge- gen der Adler und der Uhu verändern ihre Farbe niemals, weil sie sich vom Raube. vierfülsiger Thiere nähren, deren sie im Winter so gut, als im Sommer, habhaft werden können. Oeffnet man im Winter diejenigen Tbiere, deren Haare oder Federn in dieser Jahreszeit vollkommner werden, so findet man, dals sie mager und mit vieler Feuch- tigkeit angefüllt sind. Säugthiere und Vögel, die immer zu fressen haben, verändern ihre Farbe nie- mals. Deswegen hat man unter einem gemälsigten oder warmen Himmelsstriche keine Beyspiele von solchen Wintertrachten, wie man im Norden sieht: denn dort kann es niemäls an Nahrung fehlen.
Des-
(q) Reise durch Rufsland. Th.ı.$. 78 fe.
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