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L. 1. Eigenschast der Cbene.
Jeder Reisende, der Italien besucht, muß über den Anblick seiner Ebenen erstaunen; sie gleichen jenen von Shanbeain oder dem übrigen Theil von Frankreich nur wenig, und man erkennt in ihnen beym ersten Blick das Werk und den Absaz der Wässer: es ist der Schlamm ei⸗ nes Sees, der den Grund des Bergbekens verbirgt, in— nerhalb welchen er eingeschlossen ist. Die Wässer, die ihn bildeten, haben sich eine Oefnung gebahnt, und sind verschwunden; alein der Schlamm, den si während Jahrhunderten abgesezt hatten, blieb eben liegen, und bringt ihr Bild wieder ins Gedächtniß. ie Ebene von Pescia, die auf eilf o—— 35 ö len*) in die Länge, sieben oder acht in die Breite mißt, hat vor nicht gar zu langer Zeit diese Umwälzung erfah⸗ ren; die Wässer eines n erstrekten sich im 16ten Jahrhundert bis vor die Thore der Stadt, und bedekten jene reiche Vertiefung; nach und nach befreyte man sie indeß wieder vom Wasser, und„»Peter Leopold“ war's, der den lezten und wichtigsten Sieg über die Wellen davon⸗ trug, indem er dem Morast von Fuccecchio einen Abfluß erofnete, den seine Vorgänger verschlossen hatten, um eine Fischerey zu errichten.
Die schlammige Erde der Ebene ist von einer ausser⸗ ordentlichen Fruchtbarkeit; sie ist sich auf eine Tiefe von 7 bis 8 Fuß gleichförmig; ihre Unterlage, dort wenig⸗ stens, wo man sie findet, besteht aus Kies oder sehr fei— nem Wollensand, der so sehr mit Wasser geschwängert ist, daß man nicht sehr lang in ihm graben kann, wel⸗ ches das Grundlegen der Häuser sehr beschwerlich und kost—
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*) Italienische Meilen nemlich; wovon vier eine deutsche Meile machen. d. U.


