Der Uebersetzer an den Leser.
Unter der Menge von landwirthschaftlichen Schrif— ten, die seit einiger Zeit in Ter utschland, Frankreich und England herauskamen, trägt keine so sehr den Stempel der Selbsterfahrung, der angestrengtesten Aufmerksamkeit und gründlichsten Genauigkeit in diesem Fach an sich, a das vorliegende We rk, wel⸗ ches unter dem Titel: Tableau de Pagriculture tos-
cane, par F. C. L. Simonde de Gene Ve. M.. de I Tattennie Royale des Georgofiles de Floren- ce, zu Genf bey F. F. Paschoud 8n herauskam.
Ich glaubte d 0 d die Ueberse tung dieser Schrift den 9——8 nden und Liebhabern 5 Ag ikultur ein an⸗ genehmes Geschenk 0 229 da wir durch dieselbe belehrt werden, wie diese Wissens chast in Toskana, — mit einer mehr oder minder kleinen Abwe ichung folglich in ganz Italien ausgeübt werde. Ita⸗ lienischer Landbau ist den meisten Teutschen aber noch völlig unbekannt 5 zwar nicht d deßwegen, weil wir nicht aus unserem Land reisen, wie es Sitte der Italiener ist, sondern weil jene, die Italien besu⸗ chen, deren Anzahl gewiß nicht klein⸗ ist,* ge⸗ wöhnlich nur mit Ge mmählden, Statuen und Städ⸗ —9 schreibungen ab geben, auf die I ärtige tur des Landes aber, auf die Produkte desselben un ihr re Erzeugung kaum einen oberflächlichen Blik werft
Mangel nun hat zwar nicht ein Teut⸗ scher, aber ein Franzos mit teutscher Genauigkeit, was n der Nation sehr selten ist, abgel yolfen und uns hiedurch ein Beyspiel aufgestellt, wie die Landwirthschaft irgend eines Landes beschrieben wer— den soll.
Man wird mit Erstaunen erfüllt, wenn man
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hört, wie ein unseriges mittelm 383 grosses Feld von
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