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18 Allgemeine Betrachtungen.
Erfahrung, daß die Kuhpocken wenigstens in den mei— sten Fällen vor den Blattern bewahren, ohne daß man weiß, wie dieses zugehe. Man kann wenigstens in die— ser Hinsicht nur Hypothesen aufstellen und ist außer Stand, etwas mehr, als die Thatsache selbst zu bewei— sen. Immerhin ist es aber ein Vortheil, aus der Er— fahrung zu wissen oder wenigstens glauben zu dürfen, daß die eine Thatsache die andere herbeiführe. Es ist selbst von Nutzen, zeigen zu können, daß sie nicht noth— wendigerweise auf einander folgen. Wenn wir auch noch über einen Punkt im Dunkeln sind, so haben wir doch über viele andere einige Gewißheit erlängt und es ge— hört zur Wissenschaft, daß man die Grenzen derselben kennt. Ist aber einmal eine Thatsache genau beobachtet, hat die Analyse uns Alles und nicht mehr, was an der— selben ist, kennen gelernt und haben wir das Band, das sie mit allen andern verbindet, erkannt, so können wir ein all— gemeines Gesetz daraus ableiten, das nur der Ausdruck dessen ist, was in allen ähnlichen Fällen statt findet.
Von der Autorität der Principien.
Ein allgemeines, bewährtes Gesetz wird zu einem Princip, wenn man sich darauf, als auf einen Be— weis beruft, oder irgend ein Verfahren darauf gründet. Man muß nur nicht zu viele Folgerungen daraus ziehen, ohne diese aufs Neue durch die Erfahrung zu prüfen. Außer dem, daß sich in eine lange Reihe von Schlüssen fehlerhafte oder übel passende Glieder einschieben können, die der Kraft des Ganzen Eintrag thun, kann das Re— sultat der Thatsachen von dem des Calculs sehr abwei— chen, weil es uns unmöglich ist, auf alle bisweilen kaum bemerkbaren Umstände, die auf das End-Resultat ein— wirken, Rücksicht zu nehmen. Man muß also, so oft man kann, untersuchen, ob das Resultat, worauf uns


