16 Allgemeine Betrachtungen.
von da an war die Wirkung des Mondes und der Sonne auf das Meer außer Zweifel gesetzt, und die Ursache sei— ner täglichen Bewegung aufgefunden.
Nachdem, um diese Vergleichung fortzusetzen, die Analysis eben so die Natur jener, gewissen Dingen bei— wohnenden Eigenschaft, die wir ihren Werth genannt haben, enthüllt und uns gelehrt hat, worin die Produk— tionskosten und ihr Einfluß auf den Werth der Dinge bestehen, ist man zur Einsicht gelangt, warum das Gold kostbarer sey, als das Eisen. Der Zusammenhang dieser Erscheinung mit ihren Ursachen ist so klar geworden, als diese Erscheinung unveränderlich ist.
„Nachdem unter der Regierung Ludwigs XI., sagt ein Geschichtschreiber, Hunger und Pest Frankreich nach einander verheert hatten, wußte man kein anderes Mittel gegen dieses Unheil, als die Anordnung von Gebeten und Processionen*).“ Es ist klar, daß, seitdem man die Natur dieser Uebel besser kennt, man sich dagegen zu schützen weiß, da die Pest unter den aufgeklärten Natio— nen nicht mehr wüthet, und nie eine wahre Hungersnoth entsteht, obgleich die Bevölkerung in Europa fast überall auf das Doppelte gestiegen ist.
Die Gesellschaft hat dadurch gewonnen, daß man den Zusammenhang der Wirkungen mit ihren Ursachen besser erkannt hat. Die Natur der Dinge zeigt uns nicht nur das Band, das eine Ursache mit ihren Wirkungen verbin— det, sondern auch die Unmöglichkeit eines Verhältnisses zwischen zwei Thatsachen, die auf einander folgen, nicht aber in einander greifen. Man liest in Fabrizius Reise nach Norwegen, daß, als die Fische im Jahr 1778 an den Küsten sehr abnahmen, die Einwohner, die sich ein⸗
) Siehe das gegenwartige Werk, Th. 2. Cap. 3. ) Chastellur von der öffentlichen Glückseligkeit, Bd. 2. pag, bꝛ.
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