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Beobachtungen über den Ackerbau der Pfälzer / J. N. Schwerz
Entstehung
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gerte, und mit den Seinigen die süßen Früchte seines Fleißes genoß. Noch hatte der leidige Wu⸗ cher, und die damit verbundene körperliche Träg⸗ heit, den Charakter der Nachkömmlinge Jakobs nicht entweiht, und ihre Thätigkeit gelähmt. Sie bildeten ein Volk von Ackerleuten, das wenig von Kunst und Handel wußte, unmittelbar aus den reinen Brüsten der milden und einfachen Natur seinen Lebensunterhalt sog, und That und Kraft hernahm, um sich unter dem Sturze aller benach⸗ barten Reiche allein, und so lange aufrecht zu halten.

Und diese stolze Zeder, die meist so fest ge⸗ wurzelt auf dem Libanon stand, ist zu unsern Ta⸗ gen nichts mehr als eine Schmarotzerpflanze, die sich wie eine Epheuranke oder eine hungrige Flechte um jeden Baum schlingt, den sie erreichen kann, und sich auf seine Kosten nährt. Ob eine solche Pflanze, die nun einmal an eine fremde Stütze gewöhnt ist, davon losgerissen und selbstständig gemacht werden kann: das ist eine Aufgabe, die wol in dem ersten Jahrhunderte nicht wird gelöset werden. Die religiösen Gebräuche des jüdischen Volks, die so sehr von den Gebräuchen der Völ⸗ ker abweichen, unter welchen es wie eine zer— streuete Heerde lebt, namentlich die Verschiedenheit des Ruhetages, machen ihm den Betrieb der Landwirthschaft äußerst schwer. Am Sonnabend untersagt das Mosaische Gesetz alle knechtliche Ar⸗ beit, und am Sonntage verbietet sie das unsere.

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